SSD-Fortschritt: Solid State Drive mit eigenem Prozessor

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Ein israelisches Startup bringt Flash-Speicher auf Rechenzentrum-Level, indem ein proprietärer Chips eingebaut wird, der sich um die Zuverlässigkeit der Speicherdaten kümmert.

Anobit Technologies kündigt an, die aufgebohrte SSD-Technik nicht nur fertig entwickelt zu haben, sondern in diesen Tagen auch das erste neuartige Laufwerk auf den Markt zu bringen. Der Hersteller verrät nicht, welchen Prozessor sie eingebaut haben. Nur soviel: Er fügt praktisch eine weitere Ebene der Fehlerkorrektur ein und hebe damit das Niveau der Zuverlässigkeit von einem Verbraucherprodukt (Multi-Level Cell) auf das teure Level der Data-Center-Klasse (Single-Level Cell).

Anobit ist Spezialist für Signal-Prozessoren und setzt geschickt Software in seinen Controllern ein, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Der weiterentwickelte Steuerchip im Solid State Drive sei in der Lage, klaglos fünf Jahre lang ein Schreibvolumen von 4 Terabytes an Daten täglich fehlerfrei abzuarbeiten. Was die Unternehmenskunden für die gesteigerte Zuverlässigkeit pro GByte zahlen dürfen, verriet Anobit noch nicht. (Ralf Müller)