Tilera kündigt effizienten Superserver an

CloudGreen-ITInnovationNetzwerkeServer

Der Halbleiterhersteller ist bekannt für seine Multicore-Prozessoren. Nun wird er nicht selber zum Serverbauer, sondern hilft einem Markenhersteller, ein 2U-System mit 512 Cores aufzusetzen.

Tilera verriet nicht, wer der Server-Partner sein wird, sondern deutete nur an, dass es ein bekannter und wesentlicher Marktteilnehmer sei. Der Server jedenfalls komme noch diesen Monat auf den Markt und baue auf den aktuellen 64-Core-Prozessoren von Tilera auf. Mit acht Dual-Sockets komme das X86-System auf die 512 Cores, ohne dabei zum Stromfresser zu werden. Während Server dieser Größenordnung üblicherweise um die 2.500 Watt Leistungsaufnahme verbraten, begnüge sich dieser Vertreter mit sparsamen 400 Watt.

Die guten Werte sind der jüngsten Generation der Tile-GX-Chips zu verdanken. Davon gebe es demnächst auch eine 100-Core-Variante. Damit will Tilera stärker in den x86-Server-Markt eindringen, der von Intel und AMD dominiert wird. Die Cores in der Tile-CPU sind praktisch kleine RISC-Chips (Reduced Instruction Set Computer).

Für den flotten Datenaustausch zwischen den parallelisierten Cores ist ein Mesh-Design zuständig. Ein Cluster von Cores verfügt über multiple Leitungen, um Daten durchzuschleusen. Obendrein könne sich ein jeder Core bei Bedarf vordrängeln, um den Austausch zu beschleunigen. Die Crossbars des Intel- und AMD-Designs umgeht Tilera somit und gerät bei wachsender Core-Anzahl auch nicht in die Problematik, dass dem Datenstrom die Bandbreite zu knapp wird. Im Labor experimentiert Intel auch schon mit dem Mesh-Design, auf Basis eines 48-Core-Chips. (Ralf Müller)