Malware-Report: Die Hälfte aller Exploits nutzt Schwachstellen in Adobe-Programmen

SicherheitSicherheitsmanagement

Kaspersky legt seinen vierteljährlichen Malware-Report für das erste Quartal 2010 vor. Die größte Schadens-Software-Schleuder seien wieder einmal die USA. Adobe-Programme werden offenbar selten aktualisiert, die meisten Opfer seien chinesische Anwender.

Bei IT-Bedrohungen im ersten Quartal 2010 verzeichnen die Kaspersky Labs von Januar bis März insgesamt 327.598.028 Infizierungsversuche auf Anwendercomputern – das entspreche einer Steigerung von 26,8 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal.

Exploits von Schwachstellen in populären Programmen würden von den Cyberkriminellen verstärkt eingesetzt. So wurden zwar 60 Prozent der am weitesten verbreiteten Sicherheitslücken in Produkten von Microsoft entdeckt und die Zahl der Exploits sei um 21,3 Prozent gestiegen, doch etwa die Hälfte aller jetzt genutzten Exploits nutze vor allem Schwachstellen in Adobe-Programmen aus.

Dabei habe China seinen ersten Platz der Länder mit Schadcode-versendenden Servern wieder an die USA zurückgegeben. Dies sei vor allem auf ein neues Gesetz der Volksrepublik zurückzuführen, meldet Kaspersky: »Der Rückgang von 32,80 auf 12,84 Prozent chinesischer Hosting-Server ist auf ein neues Gesetz bei der Registrierung von Domainnamen mit der Endung .cn zurückzuführen«.

Die Chinesen seien aber weiterhin die beliebtesten Opfer der Internet-Gangster: Knapp 18 Prozent aller weltweit angegriffenen WWW-User kämen aus dem Reich der Mitte. (Manfred Kohlen)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen