Iomega StorCenter IX4-D200 im Test
NAS mit Rekorder-Funktion

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Das Iomega StorCenter IX4 erinnert mit seinem würfelförmigen Gehäuse an die Mini-PCs aus dem Hause Shuttle, doch es handelt sich um ein NAS. Dieses hat je nach Modell eine Speicherkapazität von bis zu 8 TByte. Wir haben die Ausführung mit 4 Platten und 2 TByte auf dem Prüfstand.

Gigabit-NAS ohne RAID 0 und 1

Im StorCenter IX4-D200 arbeiten vier SATA-Festplatten, die Falle unseres Testgerätes von Seagate stammen. Es handelt sich um Platten der Barracuda-Serie mit 500 GByte und 5900 Umdrehungen. Die Laufwerke arbeiten standardmäßig in einem RAID-5-Verbund, das Iomega-NAS unterstützt jedoch auch RAID 10 und JBOD (Just a Bunch of Disks). Die RAID-Modi 0 und 1 werden nicht unterstützt.

Für die Anbindung an das Netzwerk sind am StorCenter IX4-D200 zwei Gigabit Ethernet-Schnittstellen vorhanden. Auf der Rückseite befinden sich zwei USB-Ports, an der Gerätefront ein weiterer, über die sich USB-Festplatten anschließen lassen. Als weitere Besonderheit werden vom StoreCenter IX4-D200 auch bis zu fünf Network Security Kameras unterstützt, die sich direkt und ohne PC mit dem NAS verbinden und nutzen lassen. Der Netzwerkspeicher arbeitet dann als Kamera-Rekorder.

Bildergalerie

Vorne am NAS befindet sich ein kleines Display, das wichtige Informationen anzeigt. Neben der aktuellen IP-Adresse und Uhrzeit ist das auch die Belegung der Festplatten. Über zwei Knöpfe kann man die Informationen durchblättern. Zur Konfiguration ist das Display nicht gedacht, die erfolgt über eine vorbildliche Web-Oberfläche.

Da Bilder bekanntlich mehr sagen als Worte, werden beim StoreCenter IX4-D200 die einzelnen Menüpunkte durch Symbole, ähnlich der Systemsteuerung bei Windows, angezeigt. Die Icons sind aussagekräftig und auch ein unerfahrener Anwender findet sich schnell zurecht. Werden mehrere Eingaben benötigt, wie zum Beispiel beim Anlegen von Benutzern oder Gruppen, wird der Anwender von einem Assistenten durch die einzelnen Schritte geführt. Rechts am Bildschirm stehen wertvolle Tipps beziehungsweise Eingabevorschläge, die dem Anwender bei den Settings helfen sollen.

Iomega StorCenter IX4 D200

Als Zusatzdienste bringt das StorCenter IX4-D200 einen FTP-, Medien- und einen Druckerserver mit. Ebenso einen Bittorrent-Client, der wie die anderen Dienste erst aktiviert werden muss. Für einen weltweiten Datenzugriff muss man eine Registration beim DNS-Dienst TZO vornehmen. Die ersten 12 Monate sind im Basis-Paket kostenlos, danach wird es kostenpflichtig. Eine Alternative zum TZO-Dienst wird nicht unterstützt.

Gute Datenübertragung

Wie schnell das Iomega StorCenter IX4-D200 ist, muss es in verschiedenen Tests beweisen. Hierzu werden Daten zwischen 10 MByte und 10 GByte über die Netzwerkfreigabe von Windows 7 auf das NAS kopiert und wieder ausgelesen. Außerdem werden die Daten per FTP-Programm hin und her kopiert und das Intel NAS Performance Toolkit auf das Gerät losgelassen.

Über Netzwerkfreigaben kommt das NAS auf eine Schreibgeschwindigkeit von 23 MByte/s und eine Lesegeschwindigkeit von fast 29 MByte/s, was gut ist. Über FTP ist die Datenübertragung beim Schreiben etwas langsamer, dafür erzielen wir beim Lesezugriff Spitzenwerte von 48 MByte/s. Durchschnittlich sind es 39 MByte/s.

Iomega StorCenter IX4 D200

Den simulierten Ausfall einer Platte übersteht das StorCenter IX4-D200 problemlos. Das Rebuild dauert zwar knapp drei Stunden, aber danach sind alle Daten wieder dort, wo sie hingehören. Auf dem Display kann man derweil den Status live mit verfolgen.

Das NAS braucht zum Starten knapp zwei Minuten. Im laufenden Betrieb liegt die Leistungsaufnahme bei 38 Watt. Im Offline-Modus sind es 9 Watt, im Standby-Modus immerhin noch 19 Watt, obwohl die Platten hier abgeschaltet sind.

Zu Bürozeiten bietet Iomega eine normale Ortsnetznummer als Hotline, richtig teuer wird es aber außerhalb der Bürozeiten: dann kostet jeder Anruf 40 Euro.

Fazit

Die Bedienung des Iomega StorCenter IX4-D200 gefällt, das Web-Interface zur Konfiguration kann voll überzeugen. Die leicht verständliche Anordnung der Menüs, die Icons und Assistenten sind vorbildlich. Punkte verliert das NAS bei der Ausstattung, da die RAID-Level 0 und 1 nicht unterstützt werden, und durch die teure Hotline. Die Transferraten sind in Ordnung – sie liegen im oberen Mittelfeld. Wer Netzwerkkameras nutzt, kann das NAS als Kamera-Server für die Aufzeichnung der Bilder und Videos nutzen.

ITespresso.de-Logo Gut StorCenter IX4-D200
Hersteller: Iomega
Internet: www.iomega.de
Preis: 712,81 Euro (2 TByte)

Note: gut
Leistung (40%): gut
Ausstattung (20%): gut
Funktionen (20%): befriedigend
Bedienung (15%): gut
Service (5%): befriedigend

Ausstattungstabelle: 5 NAS im Vergleich

Technische Daten
Abmessungen: 310 x 200 x 283 mm
Gewicht: 6 kg
Festplattenkapazität: bis zu 8 Terabyte
Festplatten-Interface: 4 x SATA
Raid-Level: 5, 10, JBOD
Anschlüsse: 2 x Gbit LAN 10/100/1000Mbps, 3 x USB 2.0
Protokolle: SMB/CIFS, AFP, FTP/FTPS, SFTP, HTTP/HTTPS, NFS
Zusatzdienste: Print Server, DLNA Media Server, Bit-Torent-Client
Active Directory Support: ja

Messwerte
Datendurchsatz LAN: 22,46 MByte/s (Schreiben), 28,7 MByte/s (Lesen)
Datendurchsatz FTP: 19,27 MByte/s (Schreiben), 39,1 MByte/s (Lesen)

Stromverbrauch
Online: 38 Watt
Offline: 9 Watt
Standby: 19 Watt

Einschaltzeit: 120 Sekunden

Iomega StorCenter IX4 D200

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