Immer weniger Notebooks werden gekühlt

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Die Hersteller von Kühl-Einheiten für Notebooks befänden sich in einer beginnenden Umsatzkrise, meldet die taiwanische Digitimes. Der Grund aber seien nicht die neuen hitzeoptimierten CPUs.

Die jetzt vorgelegten Zahlen der Hersteller von Kühlmodulen für den Mai seien durchwachsen, melden die Marktbeobachter der Digitimes. Allerdings sei der Grund nicht die immer weniger nötige Kühlung der Geräte durch immer optimiertere Prozessoren mit weniger Hitzeentwicklung, sondern vor allem eine Marktknappheit der nötigen Bauteile und ein Rückgang der Aufträge durch die Notebook-Hersteller aus Finanzgründen.

So meldet die »Chaun-Choung Technology« (CCI) zwar 2,3 Prozent Umsatzwachstum, die Firmen Auras Technology und Forcecon Technology hätten aber Verluste von je 8,2 und 30 Prozent angegeben. Foreconn habe behauptet, wegen Lieferengpässen die eigenen Hitze-Ableiter nicht liefern zu können – aber die Firma wolle ihre eigenen Kapazitäten für »heat pipes« ausbauen statt sich auf andere zu verlassen. Bei Auras sei der Umsatz vor allem durch den Ausfall von Aufträgen weggebrochen. Man erwarte aber eine langsame Erholung ab Juli und einen Auftragsboom im dritten Quartal.

So viel weniger heiß als vorher sind die neuen CPUs von Intel, AMD und co eben noch nicht, dass Kühlkomponenten in professionellen Notebooks ganz wegfallen könnten. Die Auftragswegfälle mögen mit dem schwindenden Eurowert und dem damit teureren Import für europäische Hersteller zu tun haben.  (Manfred Kohlen)

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