CheckPoint kauft Liquid Machines

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Der Firewall-Gigant übernimmt nun ein relativ junges Unternehmen, das sich vor allem auf die Datensicherheit in Unternehmen spezialisiert hat. Ziel scheint unter anderem »secure collaboration« zu sein.

Check Point will die Lösungen des erworbenen Spezialisten für Content Security- und Verschlüsselung in die eigene Security-Architektur integrieren, meldet das Unternehmen heute am 14. Juni 2010. Die Unterschriften zu dem Deal wurden bereits vergangene Woche geleistet – daher trägt die Pressemitteilung dazu das Datum des 9. Juni.

Die Software des akquirierten Spezialisten verhindere »Missbrauch, Modifikation, Verlust oder Diebstahl von geistigem Eigentum und sensitiven Informationen in Dokumenten« huldigt Check Point seiner eigenen Weitsicht, ein breiteres Security-Portfolio anbieten zu müssen, um im stark umkämpften Sicherheitsmarkt zu bestehen. So hatte kürzlich Symantec die Security-Sparte von Verisign gekauft und bereits Ende April den Verschlüsselungsspezialisten PGP übernommen.

Bei Unternehmenskäufen in den USA scheint oft das Patentportfolio des Erworbenen am Wichtigsten zu sein, und tatsächlich: Liquid Machines hat zwölf ausstehende Patente für die Verschlüsselung von Dokumenten und den Schutz von Inhalten angemeldet.

Check Point besitzt bereits Software zur Absicherung von Daten: »Check Point Full Disk Encryption« verhindere den Verlust von Daten auf verloren gegangenen oder gestohlenen Geräten, teilt das Unternehmen mit, »Check Point Virtual Private Networking« (VPN) mache aus jedem Netzwerk einen sicheren und verschlüsselten Kommunikationskanal, und die angekündigten »Data Loss Prevention«-Produkte würden verhindern, dass »sensitive Daten ungewollt aus dem Unternehmen heraus gelangen«. In diesem Bereich allerdings hatte man oft mit dem jungen schlagkräftigen Unternehmen Liquid Machines Technology um die Kunden zu kämpfen. Das bezeichnete sich als » Marktführer im Segment des Enterprise Rights Management«, also der digitalen Rechteverwaltung im Unternehmen.

Als Bestandteil von Check Points künftiger Produkt-Suite soll es das eigene Produktportfolio so erweitern, dass sichere Zusammenarbeit an Dokumenten ohne Datenverluste oder Rechteveränderungen möglich ist. (Manfred Kohlen)

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