HP-Chef: Wir kauften Palm nicht wegen der Smartphones

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Die Banker saßen still, als sie den Chefs ihrer Investment-Objekte zuhörten. Neben Yahoo, Broadcom, Salesforce, Cisco und VMWare durften auch PC-Hersteller wie Hewlett Packard ihre Stimme erheben. HP-Chef Mark Hurd erklärte mit einem lauten »nochmals«, Palm nicht wegen des Mobiltelefongeschäfts übernommen zu haben.

Auf der »TechnologyConference« mehrerer Banken in den vergangenen zwei Tagen durften IT-Unternehmen klare Statements abgeben, um sich des Vertrauens (und Kapitals) der Banker zu versichern. HP-Chef Mark Hurd betonte dabei, seine mehrfach geäußerte Mitteilung sei offenbar bei Vielen untergegangen: Man habe die 1,2 Milliarden für Palms Technolgie vor allem im Software-Umfeld ausgegeben, und nicht, um noch mehr am Smartphone-Markt zu partizipieren. 

Der Plan sei noch weit umfangreicher – man sei nun einer von nur zwei Anbietern eines reinen Internet-Betriebsssystems und wolle dies für alle Geräteklassen nutzen. Als zweiten sah er wohl Google, nicht Microsoft. Hurd weiter : »Wir haben mehrere zehn Millionen HP-Geräte in kompakten Formaten, die webfähig sind« und schwärmte vom einheitlichen Look-and-feel und von geräteunabhängigen gemeinsamen Diensten.

In Kombination mit den globalen Rechenzentren und Diensten der ehemaligen EDS, die man vor einigen Jahren erworben hatte, ergibt sich so »ein sehr wertvolles Geschäftsmodell«.

Die Freunde der mobilen PalmGeräte bei PreCentral führten gleich danach ein Interview mit Hurd und beharrten in ihren Fragen darauf, dass HP aber sicher an den Smartphones festhalte. Hurd: »Ein Smartphone zu entwickeln ist ganz nomales Handwerk, und sicher werden wir eins bauen«. Dennoch schreiben die Pre-Feunde, dass Hurd in ihren Augen die Bedeutung des Smartphone-Marktes nicht erkenne. (Manfred Kohlen)

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