Verbraucherverband warnt vor Versand-Flatrates der Internet-Shops

E-CommerceMarketingPolitikRecht

Bei Amazon und Co muss man genau rechnen, ob sich das Kundenbindungs-Angebot einer Versandkosten-Pauschale fürs ganze Jahr lohnt. Der Verbraucherverband warnt vor »Haken und Ösen«.

»Einmal Versandkosten zahlen und ein Jahr lang nach Herzenslust bestellen« – so würden immer mehr Onlineshops versuchen, ihre Kunden an sich zu fesseln. Das rechne sich nicht für jeden, regt die Verbraucherzentrale NRW zum Mitdenken an  und macht die Erinnerung an den gesunden Menschenverstand zur »Warnung«.

Wenn Amazon zum Beispiel einen »Prime«-Service für 29 Euro – für kostenlose Paketversendung im ganzen Jahr – anbietet, muss man rechnen, dass für Produktkategorien wie Bücher ohnehin keine Versandkosten anfallen würden und der Prime-Service nicht für das gesamte Angebot gilt – schnell zahlt der Kunde so mehr als im regulären Bestellverfahren.

Auch  bei der 15-Euro-Flatrate des Versandhauses Baur würde es sich nicht immer lohnen, aber immerhin mehr Sinn machen als bei Amazon. Schon mit der dritten »Normallieferung« für jeweils für 5,95 Euro in einem Jahr rechne sich die Flat für den Kunden. »Selbst Aufschläge für große und sperrige Artikel fallen komplett weg«, verspricht das Unternehmen – also lohne sich die Pauschalsumme manchmal schon bei Bestellung eines Fernsehers oder Sofas.

Auch Mitbewerber wie Otto, Tchibo und Neckermann hätten bereits erste Testerfahrungen mit Versandpauschalen gesammelt und grübelten derzeit über ein Angebot.

Unter welchen Umständen es ich bei welchem Spezialversender lohnt, hat die Verbraucherzentrale hier veröffentlicht. Rat der Organisation: Allein wer heute schon weiß, wie viel er im nächsten Jahr mindestens ordern will, wer auf Haken und Ösen achtet, kann mit Versandkosten-Flatrates sparen. (Manfred Kohlen)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen