Die Griechen sind schuld: Stürzt Europäischer PC-Markt ab?

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Der EU-Markt für PCs könnte bald zum Stillstand kommen, fürchten die Taiwaner um einen großen Absatzmarkt. Durch den sinkenden Euro werden PC-Bauteile teurer – die Bestellungen gehen schon jetzt zurück.

Die Journalisten der Digitimes in Taipei wollen klare Zeichen dafür ausgemacht haben, dass der europäische PC-Markt bald gegen die Wand fährt. Die großen taiwanischen Hersteller erzählten den Digitimes-Redakteuren, dass europäische PC-Hersteller versuchten, ihre schon abgegebenen Aufträge für PC-Komponenten verringern oder gar stornieren zu wollen. Oder zumindest die Preise herunterzuhandeln.

Vor allem die Produzenten der Motherboards und Chips erwarten, dass die Aufträge im Juni wieder weit unter die vom Mai sinken, an vielen Stellen sind sie bereits gefallen. Die Entwicklung bei den Herstellern Asustek, Gigabyte Technology, Micro-Star International (MSI) und Elitegroup Computer Systems (ECS) sollen »hängenbleiben« und erst nach dem dritten Quartal wieder vom Wachstum beglückt zu werden.

Und während Quanta und Foxconn noch erwarten, dass das Geschäft mit Notebooks stabil bleibt, haben sich Compal, Wistron und Inventec auf konservativere Vorhersagen zurückgezogen.

Manche europäischen Hersteller hätten ihre Orders auf unbestimmte Zeit verschoben und klar gesagt, dass Griechenland den Euro in Bedrängnis und damit die Einkaufspreise im Ausland erhöht habe. Die Griechen sind schuld, hört man jetzt selbst in Asien.

Also, Meister Papandreou, tanz uns den Kostenspar-Sirtaki und rette die PC-Branche! µ

L’Inqs:

Wehklagen aus Taiwan über europäishe Aufträge

Financial Times. Was Griehenland tun muss

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