Arthur D. Little: DRM ohne Weiterentwicklung vor dem endgültigen Aus

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Das Digital Rights Management führt häufig zu mehr technischen Problemen als tatsächlichem Rechtemanagement. Die Unternehmensberatung Arthur D. Little untersuchte den Bereich und sieht das umstrittene DRM vor dem Aus – wenn sich wirklich nichts Neues entwickeln sollte.

Das Digital Rights Management, bei Kritikern oft »Digital Restrictions Management« genannt, wird im aktuellen Report der »ältesten Unternehmensberatung der Welt« als »gordischer Knoten« bezeichnet. Den Anbietern, die sich mit DRM vor Raubkopien schützen wollen, gibt Arthur D. Little mit auf den Weg: »Die Zunahme illegaler Downloads ist sogar teilweise auf die mangelnde Flexibilität herkömmlicher DRM-Systeme zurückzuführen, da sie File-Sharing-Angebote nicht nur zur billigsten, sondern auch zur einfachsten Zugriffsmöglichkeit auf digitale Inhalte für Endnutzer macht«.

Einige Anbiete wie Apple hatten ihre DRM-Strategien bereits »aufgegeben, weil die existierenden DRM-Systeme die digitale Piraterie nicht aufhalten können« fügt Little an und erklärt, wie diese Unternehmen Inhalte mit Kunden verknüpfen (»Watermarking«, um ausufernde Raubkopierfälle nachverfolgen zu können. Aber auch dieser Ansatz gebe Grund für»Bedenken im Hinblick auf die mögliche Sperrung und Kriminalisierung von Nutzern, insbesondere im Zusammenhang mit Online-Identitätsdiebstahl«

Der Bericht »Untying the Gordian Knot« kommt zu dem Schluss:»Die existierenden Systeme müssen dringend weiterentwickelt werden, um einerseits die Rechte der Inhaber auf akzeptable Weise zu schützen und andererseits den Benutzern die größtmögliche Interoperabilität zu bieten« – andernfalls könnte es zu einer vollständigen Abschaffung des DRM kommen. (Manfred Kohlen)

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