SGI offeriert standardisierte Datacenter-Container

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Beim offenbar gut laufendem Geschäft mit den Rechenzentren im Seecontainer wagt sich SGI nun aus seiner proprietären Ecke heraus und bietet Modelle, in die Standard-Serverracks hineinpassen.

Die ICE Cube Familie der »Datacenter in a box« wird im Herbst durch die Modelle für normale Racks ergänzt. Natürlich bietet sie SGI mit seinen Supercomputer-Servern  Altix UV und Altix ICE nebst Zubehör und Storage-Ausstattung an, doch es müssen nicht mehr nur die halbtiefen SGI-Racks sein, mit denen die bisherigen Cubes ausschließlich zu bestücken waren.

Dem Kunden wird jetzt die Option eingeräumt, die Containerbestückung durch das Equipment anderer Hersteller zu ergänzen – schließlich hat mancher Firmenkunde noch Bestände, die er ins neue Rechenzentrum integrieren möchte. Außerdem werden die ICE Cubes damit kompatibel zu den Container-Offerten von IBM, Dell, HP und Sun Microsystems (falls Oracle das Produkt fortsetzt).

Wahrscheinlich hat SGI öfter entsprechende Kritik seitens der Kunden zu hören bekommen. Dazu Marketing-Direktor Geoffrey Noer: »Wenn ein Unternehmen vorhandene Racks neben dem SGI-Equipment im Container einbauen will, dann bieten wir jetzt diese Art der Flexibilität.«

Hinter SGI verbirgt sich übrigens ein Zusammenschluss von Datacenter-Spezialist Rackable Systems und dem vor einem Jahr pleite gegangenen HPC-Bauer Silicon Graphics. Rackable war der Pionier bei den Container-Lösungen, aber auch der einzige mit nichtstandardisierten Racks.
(Ralf Müller)