Mobilfunkbetreiber verlieren Kampf um mobile Apps

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Die Telekommunikations-Anbieter haben wieder einen Markt verpasst: Die »Mobile Apps« gehören fast ausschließlich den Endgeräte- und Softwareherstellern

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft »eco«  hat die Ergebnisse der Expertenbefragung »Mobile Outlook 2010« veröffentlicht. Dieser zufolge spielten die traditionellen Internet- und Software-Unternehmen und auch die Hersteller der Smartphones inzwischen eine bedeutende Rolle, während die Mobilfunkbetreiber ihre »Gatekeeperfunktion« verloren hätten.

Die Nutzer würden in Zukunft die meisten »Apps« über die Webseiten anderer als die ihrer Mobilfunkprovider beziehen. Genauer ausgeführt: 60 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass »in zwei bis drei Jahren die meisten Nutzer ihre Apps bei den Endgeräteherstellern im Apple App Store, Nokia Ovi Store, Blackberry App World & Co. suchen« werden. Auf Platz zwei sieht die Studie Plattformlieferanten wie Google oder Microsoft (26 Prozent).

38 Prozent der befragten Experten meinen, dass mobile Anwendungen in Zukunft über die Shops abgerechnet würden –  Bei der Befragung im letzten Jahr seien noch 42 Prozent davon ausgegangen, dass mobile Anwendungen über die Mobilfunkrechnung abgerechnet würden. Das glauben inzwischen nur noch 21 Prozent.

Das Ende der Internet-Kostenlos-Kultur zeichnet sich jedoch ab: Nur jeweils 14 Prozent bzw. 15 Prozent gaben an, Apps müssten immer kostenlos oder sehr günstig (bis 1 Euro) sein. 50 Prozent der Befragten würden 5 Euro für eine Mobil-Appliklation ausgeben, 20 Prozent würden bis zu zehn Euro springen lassen. (Manfred Kohlen)

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