Chipzilla legt Grafikchip Larrabee (wieder mal) auf Eis

Allgemein

Unter dem englischen Reim »Larabee will not be« beschreibt unser britischer Kollege Nick Farrell das Hin und Her von Intel rund um die Arbeiten am ach so tollen Grafikchip. Mal kommt er, mal kommt er nicht. Jetzt scheint die sagenumwobene  GPU wieder in weiter Ferne zu sein.

Intel hat das Projekt »Larabee« offenbar erneut  in die Warteschleife geschickt: In einem Blogbeitrag auf der Intel-Website beschreibt Chipzilla-Mitarbeiter Bill Kircos in blumigen Worten, welche Grafikstrategien der Chipriese hat – um zwischen den Zeilen durchblicken zu lassen, dass es erstmal nichts wird mit den Larabee-Träumen.

Dabei hatte Intel-Chet Paul Otellini erst vor zwei Wochen auf der Investorenkonferenz in Santa Clara (im Silicon Valley) versichert, dass das Projekt immer noch laufe und nicht gestoppt werde. Die Entwicklung des Chips hat aber offenbar einige hochgesteckte Ziele noch immer nicht erreicht – und der Erfolg von HD-Video und mobilem Surfen haben die Prioritäten des Chipherstellers im Grafikbereich schließlich verschoben.

Klar wolle man Forschungsarbeiten aus dem Larabee-Projekt fortführen und erste »Proof of concepts« schon auf der Supercomputerkonferenz kommende Woche in Hamburg zeigen, doch man baue ja jetzt schon Vieles aus den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in integrierte Chipsets und sogar schon in die Prozessoren ein., schreibt Kircos.

(Bild: Intels Larrabee-Roadmap von 2008 )

Otellini ist allerhöchstens vorzuwerfen, dass er das Projekt unsäglich stark »gehyped« hat, bevor erste Erfolge der Entwicklung überhaupt in Sichtweite gerieten. µ

L’Inqs:
Inquirer UK mit fröhlichen Intel-Reimen der Marke »Ätschbätsch!«
Intel-Blogbeitrag zu Grafik-Entwicklungen, Marke »«umm, äääh…«
Internationale Supercomputing-Konferenz – was zeigt Intel dort wirklich?

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen