Womit Fedora 13 die Linux-Fans verwöhnen wird

BetriebssystemOpen SourceSoftwareWorkspace

Das Stiefkind von Red Hat, das Fedora Project, erhält nun doch etwas Liebe und Zuwendung: Version 13 der Open Source Linux Distribution soll angenehmer und nützlicher werden.

Viele der neuen Funktionen und Verbesserungen dienen dazu, die Kanten und Ecken des Betriebssystem zu entfernen, die Desktop-Produktivität deutlich zu steigern, Virtualisation zu unterstützen und Entwicklern ihre Arbeit zu erleichtern.

»Fedora soll fortgeschrittene freie und Open Source Software unterstützen und voranbringen«, gibt  Paul Frields die Stoßrichtung vor. Er ist bei Red Hat der Fedora Projektleiter und beschäftigt sich nun sechs Monate nach dem Start von Fedora 12 intensiv damit, die freien Entwickler und Programmierer der globalen Gemeinde für die nächste Ausbaustufe zu begeistern.

Dank Anaconda, dem Installer von Fedora, verlaufe die Installation immer problemloser. Ein verbessertes Farbmanagement sorge für hochwertige Ausdrucke und erkenne den jeweiligen Farbdrucker, sobald einer angesteckt werde. Ohnehin werde die grafische Seite des Systems optimiert und ein Support von nVidia-GPUs, des DisplayPorts und von 3D-Displays sei in der Mache. Man arbeite auch an einer stabileren PCI-Adressierung, an einer neuen Netzwerk-Interface-Technologie und an der Zusammenarbeit mit großen Multiprozessor-Systemen oder KVM-Netzen.

Entwickler, die gemischte Bibliotheken nutzen (Python und C/C++), werden neue Tools vorfinden und beim Debugging ihrer Apps mit komplexerem Feedback belohnt. Ein neues Utility verspricht, Kodierungsfehler leichter sichtbar zu machen. Die Arbeit mit Python wurde an einigen Punkten deutlich verbessert.

Das für Nutzer-Accounts zuständige Tool wurde nach der Kritik vieler Anwender nun umgebaut, Dialoge und Services so gestaltet, dass es leichter wird, sein persönliches Profil und die Daten zu konfigurieren und Login-Optionen zu wählen. Bis zur ersten probierbaren Version von Fedora 13 dauert es nicht mehr lang: Ende Juni auf dem Red Hat Summit in Boston erhalten Teilnehmer einen USB-Stick mit dieser Distribution. (Ralf Müller)