Markt für Netzwerkmanagement-Systeme viel stärker als erwartet von Finanzkrise betroffen

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Die britischen Marktforscher von »Analysys Mason« untersuchten den Weltmarkt für Netzwerkmanagement in der Telekommunikationsbranche. Sie erkannten: Von 2008 bis 2009 sackte der vermeintlich stabile Markt um 8 Prozent ein    von 4.277 Milliarden US-Dollar Umsatz (3.067 Milliarden Euro) auf 4.646 Milliarden Dollar (3.158 Milliarden Euro).

Der »NEMs network management systems market share report 2009« von Marktforschungs- und Beratungsfirma »Analysys Mason« hält die acht Prozent Umsatz-Senkung s für bedenklich, denn so stark sind die Umsätze bei den Telekom-Zulieferern nie zuvor gesunken.

Glen Ragoonanan, Senior Analyst für Infrastrukturlösungen bei den Telekom-Beratern: »Insbesondere die nötigen Investitionen für die Infrastruktur konnten nicht in dem Maße getätigt werden wie früher«. Die Telekommunikationsausrüster müssten endlich den »Headcount« (also die Anzahl der Angestellten) verringern und die laufenden Kosten senken. Und da es ohnehin schon wenige Anbieter gebe in diesem Bereich, habe auch die Nortel-Pleite zu den Senkungen der Umsätze ordentlich beigetragen: Der Telekommunikationsausstatter musste seine Geschäftseinheiten für CDMA/LTE, GSM und Metro Ethernet »auseinandernehmen« und verkaufen – statt damit Umsatz einzufahren.

Außer Huawei und ZTE hätten alle gelitten, und diese hätten vor allem in den asiatischen Regionen abkassiert. USA und Europa? Bald weit hinten dran.

Von den verbleibenden Ausstattern in Europa führt Ericsson mit 22 Prozent Marktanteil, gefolgt von Alcatel-Lucent, Huawei, Nokia Siemens Networks und Cisco Systems mit je 18, 17, 14 und 7 Prozent.

Ein Silberstreifen am Horizont sei vor allem der mobile Datenverkehr, denn die Ausgaben für die entsprechende Infrastruktur gerade bei IP-Netzen stiegen stark an. Der Einzug der klassischen IT-Netze in die Telekommunikationsbranche senke die Kosten und erweitere den Gesamtumsatz, heißt es im Report, doch einige der klassischen Telekommunikationszulieferer müssten weiter leiden. (Manfred Kohlen)

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