Anzeigenverbot für Dritte bei Twitter

MarketingWerbung

»Twapple« nennen es Insider schon: Nachdem Apple bereits iPhone-Werbung durch Dritte für das iPhone verbot – man will ja selbst Geld verdienen – tut dies nun Twitter bei den »Tweets«. Wie bei Apple geschieht dies natürlich offiziell nur der Qualität zuliebe.

»Kein Dritter darf bei Twitter« dürfen heute die Kindergartenreime durch die Branche laufen: Twitter verbietet ab sofort Dritten, »Promoted Tweets« zu verkaufen. Externe Werbenetze sollen mit dem »Schnatterdienst« (offiziell »Microblogging«) keine Tweets mehr in die Timeline irgendeines anderen einfügen dürfen.

Wie schon zuvor bei Apple und seiner iPhone-Werbung will auch der Online-Anbieter das Geschäft selbst n die Hand nehmen und begründet dies damit, die Qualität hochhalten zu wollen. »Zu viel Werbung könnte Anwender vergraulen«, bloggt COO Dick Costolo unter der hehren Überschrift »Enduring Value «.

Kein Dienst, der die Twitter-API nutzt; dürfe fortan eigene Werbe-Tweets einblenden. Die eigenen »Promoted Tweets« hatte man bereits vor einem Monat angekündigt. Seinerzeit hatten Insiderblogs wie TechCrunch gelästert: »Endlich hat Twitter ein Business-Modell1«.

Doch mit diesem dürfte Twitter bald einige Twitter-Werbe-Startups wie TweetUp und Adly verdrängen. Auch fürs Onlinegeschäft gilt eben: »Fressen und gefressen werden«. (Manfred Kohlen)

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