Jetzt also doch: HP streicht 640 Jobs in Deutschland

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Rund sechs Prozent der hiesigen Belegschaft müssen gehen. Das war schon länger geplant, doch jetzt setzt es das Unternehmen mit Nachdruck um.

Nachdem seit der EDS-Übernahme 2008 durch HP immer wieder von Stellenstreichungen die Rede war und sich die Gewerkschaften tapfer wehrten, ist es nun wieder so weit: 281 EDS-Mitarbeiter müssen gehen, 256 bei HP. Viele Verwaltungsaufgaben sollen zudem ins Ausland ausgelagert werden, berichtet die Wirtschaftswoche aus berufener (Gewrkschafts-)Quelle..

Dabei vermeldete das US-Unternehmen kürzlich 2,2 Milliarden Dollar Quartalsgewinn – doch in Indien und Osteuropa sind die Netzwerkverwalter eben preiswerter als hierzulande – insbesondere die hohen Nebenkosten in Deutschland schrecken ab.

Der Abbau von 24.000 Stellen weltweit und 9000 Stellen in Europa war bereits 2008 angekündigt, die Kürzungen gingen aber bislang eher gemächlich voran, weil HP betriebsbedingte Kündigungen ausschloss und den Abbau »sozialverträglich« weiterführen will. Schon 2008 und 2009 wurde viel bei der neuen HP-Tochter gestreikt, bis ein neuer Gesamttarifvertrag und dann wieder Ruhe einkehrte. Die Ruhe vor dem neuen Kündigungssturm – aber den hatten die Gewerkschafte schon Anfang des Monats im Rahmen der sogenannten »Best Shore-Strategie« des Unternehmens erwartet. Demnach sollen bald wohl mindestens 50 Prozent der Arbeit in Billiglohnländern erledigt werden. (Manfred Kohlen)

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