PC-Markt in Europa wächst schnell

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Mit einem satten Wachstum meldet sich der PC-Markt zurück. Einige Länder wie Deutschland verzeichnen sogar ein zweistelliges Wachstum. Die Marktforscher mahnen zur Vorsicht – besonders in Deutschland.

18,1 Millionen PCs wurden im ersten Quartal 2010 in Westeuropa verkauft, das sind fast zwanzig Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das geht aus dem jüngsten Marktreport von Gartner hervor. Der Markt habe sich von der Schwächephase 2009 »schneller erholt als erwartet«, meint Gartner-Analyst Ranjit Atwal.

Einschränkend muss man allerdings hinzufügen, dass der große Zuwachs nur auf Basis der schlechten Zahlen 2009 so gut aussieht.
Hauptmotor des Wachstums sind nach wie vor der Consumermarkt und hier die Mobilrechner. Bei den Mobilrechner erreichen die Mini-Notebooks (Netbooks) mittlerweile einen Marktanteil vom zwanzig Prozent.

Einfluss von Windows 7 noch nicht klar
Auch bei Business-PCs steigt die Nachfrage, vor allem, weil viele Unternehmen dazu übergehen, ihre in die Jahre gekommenen Rechner auszutauschen. Ob Microsofts Windows 7 dabei eine entscheidende Rolle spielt, ist aber laut Gartner noch nicht klar.

Acer auf Platz 1
Auf Platz 1 der umsatzstärksten Hersteller liegt Acer mit 4,2 Millionen verkauften Rechnern und einem Marktanteil von 23,4 Prozent. Knapp dahinter folgt HP (4 Millionen Rechner und 22,6 Prozent Marktanteil. Mit deutlichem Abstand dahinter folgt der einstmals größte PC-Hersteller der Welt: Dell mit 1,8 Millionen verkauften PCs und einem Marktanteil von 10 Prozent. Bei der Zahlen sind Mobilrechner jeweils mit eingeschlossen.

Computergigant aus Taiwan: Acer liegt im ersten Quartal auf Platz eins der PC-Verkäufe in Europa . Allein in Deutschland hat Acer 745 000 PCs verkauft.

Den größten Sprung nach vorne hat freilich Asus gemacht. Das Unternehmen liegt zwar mit 1,4 Millionen PCs und 7,9 Prozent Marktanteil hinter Dell, hat allerdings seinen Absatz gegenüber dem Vorjahresquartal fast verdoppelt.

Deutsche kaufen 3,3 Millionen Rechner
In Deutschland konnten die Hersteller insgesamt 3,3 Millionen Rechner im ersten Quartal 2010 verkaufen, 14,4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Auch hier zu Lande bestätigt sich der Trend zum Mobilrechner. Der Verkauf stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent, während der des klassischen Desktops im Gesamtjahresvergleich um vier Prozent zurückging. Jeder fünfte Mobil-PCs war ein Netbook.

Der Markt für Business-PCs zeigt laut Gartner erste Zeichen der Erholung und hat gegenüber 2009 immerhin um 8 Prozent zugelegt.

Auch in Deutschland liegt Acer auf Platz eins: 745 00 verkaufte PCs und ein Marktanteil von 22,4 Prozent. Dahinter liegen HP (426 000 PCs, 12,8 Prozent Marktanteil), Asus (293 000 PCs, 8,8 Prozent Marktanteil) und Dell (274 000 PCs, 8,3 Prozent Marktanteil).

Der Aldi-Lieferant Medion muss sich mit dem fünften Platz begnügen (246 000 PCs, 7,4 Prozent Marktanteil)

Vorsicht in Deutschland
Insgesamt ist die Situation in Deutschland für die Hersteller noch kein Anlass zum Jubeln. Gartner-Analystin Meike Escherich mahnt aber zur Vorsicht: Denn gegenüber dem letzten Quartal 2009 ging der Absatz sogar um zwanzig Prozent zurück.

Sie erwartet allerdings, dass der deutsche PC-Markt in puncto Wachstum noch in diesem Jahr auf das Niveau der Jahre vor 2009 zurückkehren wird,. Damals waren jährliche Wachstumsraten von sieben Prozent erreicht worden.
(mt)

Weblinks
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