IDC: Kein Wachstum mehr bei unlizenzierter Software

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Die Zahl der Computer in Unternehmen, Organisationen und Haushalten mit unregistrierten und illegalen Programmen werde in diesem Jahr nicht höher ausfallen als 2009, prognostizieren die Marktforscher.

Damit gebe es zum ersten Mal kein Wachstum bei der Verbreitung illegaler Software, konstatiert IDC. Das könnte bedeuten, dass die Spitze (Peak) erreicht sei und der Trend ab sofort stagniere. Die Marktuntersuchung im Auftrage der Lobbygruppe Business Software Alliance (BSA) ergab jedenfalls, dass man hochgerechnet auf 43 Prozent der weltweiten Computerflotte Programme vorgefunden hatte, die nicht ordnungsgemäß lizenziert wurden.

Die IDC-Analysten vermuten, dass dieses Niveau nun etwa zwölf Monate gehalten wird und es danach zu einem sanften Rückgang beim Software-Missbrauch komme. Einer der Gründe dafür sei der Wirtschaftsboom in Afrika, der dafür sorge, dass sich Firmen und Staat zunehmend leisten können, legale Kopien zu erwerben. Hier gibt es aber noch den größten Nachholbedarf, denn beim Spitzenreiter Zimbabwe zum Beispiel seien 92 Prozent aller laufenden Programme kopiert. Außerdem wächst die installierte PC-Basis gerade rasant.

In den Industrieländern sei die Quote illegal genutzter Software ebenfalls leicht auf dem Rückzug. Daher könnte sich in der Summe für das laufende Jahr eine Stagnation bei den Raubkopien einstellen, so der IDC-Report, dessen Zusammenfassung hier als PDF-Dokument zu finden ist.
(Ralf Müller)