Citrix zeigt seinen neuen XenClient-Hypervisor

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Ab heute ist die erste öffentliche Version der Virtualisationsplattform Citrix XenClient zu haben (früherer Codename »Project Independence«). Das neue Produkt auf Basis des Xen Hypervisor verspricht superflotte Performance direkt am Unternehmensrechner und die Chance, es sogar mobil zu nutzen.

Virtualisation auf Basis von Hypervisor ist im Serverraum der Firmen keine Seltenheit. Doch Desktop-basierend hat die Technologie ernsthaft noch niemand realisiert. Es gab Versuche wie MS Virtual PC oder VMware Workstation, die eine Virtual Machine (VM) auf ein Betriebssystem propften. Das war nur auf leistungsfähigen Maschinen möglich und verbreitete sich nicht wirklich. Citrix sieht die Desktop-Virtualisation als Ergänzung zum Serverprodukt, um so sicher geschützte VMs durch die Weltgeschichte zu tragen, ob auf Geschäftsreise oder ins Heimbüro.

Der XenClient »Corporate Desktop« sei unheimlich benutzerfreundlich und laufe sogar auf kleineren Privat-PC-Systemen oder als Image selbst auf Notebooks. Dabei werden die Sicherheitsvorgaben des Unternehmens nicht vernachlässigt oder gar ausgehebelt, seien es Schädlingsbekämpfung oder VPN-Software oder andere Firmen-Tools.

Der »Synchronizer for XenClient« sorge dafür, dass alle mobilen VMs konsistent mit der zentralen Plattform und seiner Backups bleiben. Wer das ausprobieren möchte, kann ab heute eine Testversion des XenClients downloaden. Der offizielle Marktstart des finalen Produkts soll in ein paar Monaten erfolgen. Dann werde es auch von Drittanbietern vorinstallierte Komplettlösungen geben.
(Ralf Müller)