Britische Computernutzer mögen das iPad nicht

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Aktuelle Marktforschungen in England beweisen wieder einmal, wie anders die Briten doch sind: Sie vermeiden das neue Apple-Gerät, weil es Nichts kann, das nicht schon Laptop oder Handy machen.

Die britischen Marktforscher von Simoncarpenter befragten einfach einmal einige Bürger, um zu sehen, was man denn im Vereinten Königreich so über das iPad denkt. »Focus Groups« nennt man diese direkten Befragungen, doch viel Fokus hatten die Engländer beim Thema iPad offenbar nicht. Hochgerechnet auf die Masse ergeben die Fragen eine ganz klare Antwort: Für den Durchschnittsbürger taugt das Apple-Tablet rein gar nichts. Zumindest »noch nicht jetzt«.

Vier unterschiedlichen Nutzergruppen wurde ein iPad vor die Nase gesetzt, und alle Gruppen hatten eines gemeinsam: Bewunderung für das Teil. Aber 500 britische Pfund für ein einziges davon hinzulegen, das konnte sich dann doch keiner vorstellen. »Es nimmt zu viel Platz ein in den Bereichen, die schon von Smartphones, PCs, Laptops und traditionellen Medien beansprucht werden«, war oft zu hören.

Also bietet das iPad nichts, was der durchschnittliche Inquirer-Leser nicht schon hätte. Ausnahme sind lediglich die »Fanboys«: Ihre Motivation sei nicht das, was das Gerät kann, sondern eher der Reiz und die Magie des Neuen: »Ja, es ist fantastisch. Nicht dass ich eins bräuchte, aber ich will es einfach haben«, sollen die Technikfans von sich gegeben haben.

Simpson Carpenter beleuchtete kurz die durchschnittliche Reaktion aller Gruppen: Anfängliches Fiebern für das Neue, gefolgt von harscher Ablehnung. Kurzum: Die potentiellen Kunden können nicht klar sagen, wofür das iPad eigentlich gut ist: »Es ist was für Geschäftsleute, die ihre Arbeit nach Hause nehmen«. Oder: »Es ist für Studenten, die nicht Unmengen von Textbüchern auf dem Tisch ausbreiten wollen«. Aber nein, »Für mich ist es nix, denn eine klare Aufgabe im echten Leben hat es nicht«.

Noch so ein Teil neben PC oder Smartphone sei einfach nicht nötig, lässt sich als klares Statement heraushören.

Was es wirklich ist – nämlich ein Produkt zum Medienkonsum – würden die britischen Konsumenten gar nicht erst erfassen, sagen die Marktforscher  – frühestens, wenn die Preise sinken würden, könnte sich das ändern. µ

L’inqs:
Marktforscher Simoncarpenter
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