Gema bricht Verhandlungen mit YouTube ab

PolitikRechtWorkspaceZubehör

Gema und YouTube konnten sich nicht auf eine Vergütung für Musikvideos einigen, weshalb die Verwertungsgesellschaft aus den Verhandlungen aussteigt und die Löschung von 600 Titeln fordert.

»Musik hat ihren Wert«, hieß es bei der Gema gestern, als man den Ausstieg aus den Verhandlungen mit YouTube verkündete. Dabei herrscht auf beiden Seiten eigentlich Einigkeit, dass Künstler für das Abspielen ihrer Werke auf der Videoplattform entlohnt werden müssen – Streitpunkt ist lediglich, in welcher Höhe.

YouTube kritisierte die Forderungen der Gema bereits vor einem Jahr als übertrieben, die Gema wiederum erklärt, man fordere nur eine »angemessene Summe«. Die Fronten sind verhärtet, weshalb die Gema sich nun gemeinsam mit anderen Verwertungsgesellschaften in Stellung bringt, um den Druck auf YouTube zu erhöhen. Zudem fordert man die Sperrung von 600 Titeln für Nutzer aus Deutschland. »Es geht darum, dass wir so schnell wie möglich wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren – wir wollen uns ja einigen«, erklärte Gema-Chef Harald Heker gegenüber Spiegel Online. (Daniel Dubsky)