IDC: Servermarkt erholt sich vor allem wegen Virtualisierung

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»Der Virtualisierungsmarkt explodiert förmlich«, beschreiben die Marktforscher von IDC den Trend. Die Virtualisierungssoftware verzeichne zwar einen Umsatzrückgang um 10 Prozent, doch die Technik dahinter sei das erste Ziel aller Server-Käufe.

Marktforschungsinstitut IDC veröffntlichte seinen vierteljährlichen »Virtualization Tracker«-Report zunächst für Kunden und vergangene Woche schließlich in Auszügen für die Öffentlichkeit. Diesem zufolge seien 18,2 Prozent aller im vierten Quartal 2009 verkauften Server schon »virtualisiert«, 15,2 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Käufer hätten dabei meist eine »Virtualize First«-Mentalität angenommen. Die Gründe für die vollkommen veränderte Situation im Servermarkt lägen vor allem in Konsolidierungs- und Kostenersparnis-Absichten. Im gesamten Jahr 2009 seien 352.533 Server verkauft worden. Die größten Anbieter der Virtualisierungs-Server sind HP (38 Prozent Marktanteil), Dell (26 Prozent) und IBM (16 Prozent).

Während der Umsatz von Virtualisierungs-Software für alle CPU-Typen jedes Jahr seit 2008 um 10 Prozent zurückging, steigerten sich die Lizenz-Umsätze für komplett virtualisierte Systeme jährlich um 13 Prozent. Die Erholung bei den Server-Verkäufen werde übrigens von x86-Systemen angeführt, erläutert IDC-Mann Matt Eastwood, Group Vice President of Enterprise Platforms.

Er glaubt, dass die Kunden inzwischen schon weit über die reine Hypervisor-Technik hinaus denken würden und sich nun auf automatisierbare und überwachbare virtuelle Systeme für Mobile Computing stürzen werden. Automatisierungstools für virtuelle Umgebungen seien der Kriegsschauplatz der Zukunft. (Manfred Kohlen)

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