OpenText beugt Datenmissbrauch vor

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In den letzten Jahren häuften sich die Fälle von Datenmissbrauch. Der ECM-Hersteller Open Text hat jetzt seine Enterprise Content Management Suite um Rights Management Services (RMS) ergänzt. Mit deren Hilfe lassen sich vertrauliche Daten vor unerlaubtem Zugriff schützen.

Die neuen Rights Management Services der ECM Suite von Open Text sollen gewährleisten, dass vertrauliche Informationen im Unternehmen vor unerlaubtem Zugriff durch nichtautorisierte Nutzer auch dann geschützt sind, wenn die Inhalte das abgesicherte Content Repository verlassen. Die dort gespeicherten Daten sind dann nicht mehr sicher, wenn Anwender das Recht besitzen, die Inhalte zu lesen und auf ihren lokalen Festplatten zu speichern. Mithilfe von RMS können Unternehmen kontrollieren, wer auf ihren Content zugreift und in welcher Form. Nützlicher Nebeneffekt: Mit der Lösung lässt sich auch sicherstellen, dass die jeweils richtige Dateiversion benutzt wird.

Content Repositorys reichen nicht aus
»Angesichts der Geschwindigkeit, mit der Informationen zirkulieren, kommt es immer wieder vor, dass vertrauliche Dokumente weitergeleitet oder auf ein USB-Gerät heruntergeladen werden und in den falschen Händen landen«, erklärte Lubor Ptacek, Vice President of Product Marketing bei Open Text, auf den Content Days in München. »Auf Berechtigungen basierende Sicherheit auf der Ebene des Unternehmens-Repositorys allein ist nicht ausreichend. Durch die Integration von Rights Management Services in die ECM Suite ermöglichen wir Kunden, eine durchgängige Sicherheitsschicht auf der Ebene der Inhalte zusätzlich zu ihren gegenwärtigen Sicherheitsregeln und -prozeduren zu implementieren.«

Auf den Open Text Content Days in München am 6. Mai informierte Detlef Legler, VP Sales EMEA bei Open Text, Partner und Kunden über die Neuheiten bei der ECM Suite. (Foto: Stefan Girschner)

Die Rights Management Services sorgen für die zuverlässige Anwendung von Zugriffsregeln auf der Ebene der Inhalte, wie Dokumente oder andere Informationen, und zwar auf Basis von prozessrelevanten Bedingungen, beispielsweise »Weiterleitung per E-Mail verboten«, »Drucken nicht erlaubt« oder »Lokales Abspeichern nicht möglich«. Anschließend verschlüsselt die Anwendung den Content gemeinsam mit der Veröffentlichungslizenz. Inhalte und Rechte bleiben während der Übertragung verschlüsselt.

Unterstützung aller gängigen Dateiformate
Als gemeinsam genutzte Dienste in der ECM Suite können die Rights Management Services von jeder beliebigen Content-Applikation wie Microsoft Office 2003 und 2007 genutzt werden. Unterstützt werden auch Dateiformate wie PDF, HTML, CAD-Dateien, Bilder, ZIP oder Archive, ebenso wie Inhalte auf Blackberry-Smartphones. Open Text nutzt übrigens für seine RMS-Lösung die Rechteverwaltungs-Plattform Active Directory Rights Management Services, die Bestandteil von Microsoft Windows Server 2003 und Windows Server 2008 ist.

Vor wenigen Tagen hatte Open Text zudem gemeldet, die Partnerschaft mit Doctra zu erweitern. Der ECM-Dienstleister Doctra hat jetzt den Status eines zertifizierten »Open Text SAP Competence Partners« inne, der jetzt für die Beratung und Implementierung der Enterprise-Content-Management-Lösung SAP Extended ECM by Open Text zertifiziert ist.
(sg)

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