Nvidia-Chips treten ihren Dienst in Servern an

CloudKomponentenNetzwerkeServerWorkspace

Die Tesla-Grafikprozessoren des Hauses waren dazu gedacht, kompakte Supercomputer für den Firmen- und Hausgebrauch zu sein. Die Server-Spezialisten Supermicro und Appro verpflanzten das getunte Herz auf ein 19-Zoll-1U-Rack.

Die Fermi-Architektur wurde von Nvidia für das High Performance Computing (HPC) entwickelt. Stromhunger und Abwärme sind also nicht ohne. Daher wirkt es wie ein gewagtes Experiment, das Board in ein Rackmount zu verbauen, wo es nur so viel Luft hat wie in einem klassischen 5,25-Zoll-Laufwerk. Supermicro geht daher auf Nummer sicher und setzt nur zwei Tesla-GPUs ein. Appro fährt das volle Risiko und bestückt trotz eingeschränkter Kühlung gleich vier Herzen ein. In naher Zukunft will Supermicro ebenfalls vier Teslas verbauen, allerdings als 4U-Einheit mit 1400 Watt-Netzteil.

Appro lässt das Superboard von Intels betagten Xeon 5500 oder 5600 zuarbeiten, während Supermicro schon eine ordentliche Grundleistung per 12-Core Opteron 6100 von AMD mitgibt. Wer die integrierte HPC-Power optimal einsetzen und ausnutzen möchte, muss natürlich erstmal den Code entsprechend optimieren. Eine ausgefeilte Kühlung im Serverraum kann auch nicht schaden, denn erst ein komplettes Rack voller Tesla-Boards ergibt das Äquivalent eines alten Supercomputers. (Ralf Müller)