Neues Ubuntu Linux frisst mehr Strom als Windows 7

BetriebssystemGreen-ITInnovationOpen SourceSoftwareWorkspace

Auf Servern und Notebooks ist Ubuntus Stromverbauch 9 Prozent höher al bei Windows 7, doch auf Netbooks scheint der Linux-Bedarf ganze 56 Prozent höher zu sein.

Microsoft hat wieder einmal gewonnen: Power-Benchmarks des neuen Ubuntu Linux 10.04 zeigten unheimlich viel Strombedarf des offenen Systems  – verglichen mit dem aktuellen Windows 7.

Die Blogger von Phoronix., einem Medium, das sich mit Linux-Hardware beschäftigt, haben sich die neueste  Ubuntu-Version vorgenommen und sie auf verschiedenen Systemen ausprobiert.

Das überraschende Ergebnis für Linux-Freunde: Windows 7 ist energieeffizienter. Im Prüfvorgang ließen die Tester zunächst beide Systeme mit einer Mischung aus Programmaufrufen auf den Standard-Desktops mit Standard-Einstellungen laufen. Zwar hatten die Tester damit gerechnet, dass Win7 durch seinen besseren ACPI-(Advanced Configuration and Power Interface)-Support einen kleinen Vorsprung habe, doch der Verbrauch von Ubuntu 10.04 LTS war weitaus höher als der von Windows 7 Professional: Ganze 56 Prozent mehr schluckte das freie System.

Man versuchte es dann auf beiden Betriebssystemen mit NVidias Spezialtreiber für verbessertes Energiemanagement. Ubuntu “Lucid Lynx” brauchte dann weniger Strom, doch Windows kam noch immer besser weg.

Ubuntu 10.04 LTS nutzt als Default den Treiber »Nouveau KMS«, der keinerlei Power-Management aufweist. Der Verbrauch wird auch durch die Softwarenutzung der enthaltenen CPUs beeinflusst: Der Unterschied auf einem ThinkPad-T61-Notebook sei weitaus geringer gewesen. Auf einem Atom330-Prozessor und der ION-Plattform sei der Unterschied noch haarsträubend, auf dem Notebook mit Intels Core2Duo nur noch 14 Prozent. (Manfred Kohlen)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen