Patentstreit umgedreht: LG muss mit schlechteren LCD-Bildschirmen leben

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Die Patentklage des koreanischen Herstellers LG Display gegen AU Optronics kehrte sich ins Gegenteil: Jetzt gilt LG als der Ideendieb und AU darf seine Techniken zur Bildoptimierung in LCD-Schirmen zu Geld machen.

Seit Freitag ist es gerichtlich geklärt: LG Display benutzte die von AU aus Taiwan entwickelten Techniken zur LCD-Ansichtsverbesserung, und die Anklagen der LG-Anwälte gegen AU Optronics stellten sich als haltlos heraus.

Der koreanische Elektronikkonzern LG hetzte im Dezember 2006 seine Anwälte auf die taiwanische Firma AU und warf dieser vor, vier seiner Patente zu verltetzen. AU bestritt dies vehement und entschied sich, nun zur Gegenkllage überzugehen: LG würde sogar vier der AU-Patente missbrauchen.

Im Juni vergangenen Jahres begann ein langer Kampf, doch im Verlauf der Untersuchen wendete sich das Blatt gegen LG. Im Februar befand der US-Richter, LG sei schuldig, gregen alle 4 Patente von AU verstoßen zu haben, vergangenen Freitag schließlich entschied das Gericht auch noch, dass die Bechuldigungen von LG gegn AU nicht stimmten.

Die Patente, die AU Optronics anführte, befassten sich großteils mit LCD-Optimierung, darunter eine Technologie, die Störschlieren im Bild vermindert und solche, die die Reaktionszeit verbesserten. Sie werden in PC-Bildchirmen, Handy-Displays wie auch in LCD-Fernsehern genutzt.

Kann AU nun eine Unterlassungserklärung oder eine Patentzahlung durchsetzen, könnte LG die Preise für alle LCD-Displays bald erhöhen. Vorher dürfte noch die übliche Preissenkung älterer Geräte einsetzen – wer sich für einen LG-Monitor entschieden hat, sollte in den nächsten Wochen noch zugreifen. (Manfred Kohlen)

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