Lockangebot: HP macht ungewöhnliche Unix-Server-Offerte

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Fast unbemerkt hat der Konzern kürzlich sein Update 6 des hauseigenen HP-UX Unix fertig gestellt. Wer darauf umsteigen will und gleich einen neuen Server mit den ebenso brandneuen Tukwila Itaniums 9300 bestellt, erhält UX 11i v3 zum Sonderpreis.

Update 6 heißt übrigens gar nicht mehr so, sondern wird von HP nur noch März 2010 Update genannt. Einen flotten Codenamen hat die Entwicklungsstufe nicht. Ab sofort sei HP-UX 11i v3 Update zu haben.

An wesentlichen Neuerungen sind erwähnenswert der Support für die Quad-Core Tukwila Itaniums, einhergegend mit QuickPath Interconnect, der Unterstützung des Boxboro-Chipsatzes für die Integration in die frischen BL860c i2, BL870c i2 und BL890c i2 Blade Server. Zudem beherrscht der hauseigene VM-Hypervisor »Integrity Virtual Machines 4.2« die Live-Migration. Damit sind laufende Virtual Machines und ihre Arbeitslast locker zwischen Partitionen und Server hin und her zu teleportieren. Power Management und Blade-Tools sind ebenfalls im Update enthalten.

Eine weitere wesentliche Veränderung nahm HP bei der Preisgestaltung vor. Bislang wurde den Kunden die UX-Nutzung nach Anzahl der vorhandenen Prozessor-Kerne berechnet. Nun geht man zu einem Preis pro Socket über. Wie zuvor hält sich der Konzern sehr bedeckt, was die tatsächlichen Summen angeht, doch im Falle der Integrity BL Blades war nachzulesen, dass es 1.050 Dollar per Socket sein sollen.

Klingt viel? Im Vergleich zu der vorherigen Core-Abrechnung ist es ein Preisnachlass von durchschnittlich 50 Prozent, denn da kamen je nach Server-Bundle in der Spitze schon mal 4.000 bis 5.100 Dollar pro Socket zusammen. Noch ein wesentlicher Unterschied: Mehr Hardware-Leistung bedeutet ab sofort nicht mehr höhere UX-Linzenzgebühren. (Ralf Müller)