Apple iAds: 2 Dollar pro Klick

MarketingMobileSmartphoneWerbung

Apple hat erstmals Preise für seine kürzlich vorgestellte Werbeplattform iAd genannt. Pro Klick auf eine Anzeige werden 2 Dollar fällig – wer zum Start dabei sein will, muss aber wohl deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Ab Juni soll iPhone OS 4 verfügbar sein und nicht nur viele neue Features auf iPhone und iPod touch bringen, sondern auch Werbung. Wie die aussehen kann, zeigte man bei der Präsentation des neuen Betriebssystems: in einer App befindet sich ein kleines, animiertes Banner, das sich bei einem Klick über das gesamte Display ausbreitet und ein Video abspielt oder eine interaktive Anwendung.

Dem Wall Street Journal zufolge soll die Einblendung der Anzeige den Werbetreibenden kaum etwas kosten (»a penny«), der Klick dagegen 2 Dollar. Man wird demnach verschiedene Pakete schnüren, bei denen sich Werbeeinblendungen und Klicks auf bis zu 1 Million Dollar summieren. Wer zum iAd-Start dabei sein will, muss für diese Exklusivität aber wohl 10 Millionen Dollar investieren.

Wie im App Store wird es auch für die iAds einen Genehmigungsprozess geben, damit sie den Richtlinien und Qualitätsvorstellungen von Apple entsprechen. Laut dem Wall Street Journal will Apple deshalb in den ersten Monaten die Anzeigen sogar selbst erstellen, damit sie funktionieren und ästhetisch wirken. Später kommt möglicherweise ein Developer Kit, das den Agenturen bei der Arbeit hilft.

Die iAds werden abhängig von den installierten Apps eingeblendet, so dass es möglich ist, eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen. So könnte beispielsweise eine Anzeige nur in Finanz-Apps laufen, um Business-Nutzer zu adressieren. Die mit den iAds erzielten Einnahmen teilt Apple mit den Entwicklern, die Anzeigen in ihren Apps zulassen. Diese erhalten 60 Prozent, 40 Prozent verbleiben bei Apple.

Das iPad bleibt vorerst werbefrei, da Apple das Upgrade auf iPhone OS 4 erst im Herbst veröffentlichen will. (Daniel Dubsky)