Symantec kauft Verschlüsselungsspezialisten PGP und Guardian Edge

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Der Sicherheitshersteller Symantec geht auf Shoppingtour und greift bei PGP für 300 Millionen Dollar und bei Guardian Edge für 70 Millionen Dollar zu.

Gleich zwei Verschlüsselungsanbieter schluckt Symantec und baut damit sein Angebot für Unternehmen weiter aus. PGP ist für seine Verschlüsselungstechnologien für E-Mails, Festplatten und Dateien sowie Verwaltungssoftware für Schlüssel und Regeln bekannt, während Guardian Edge neben Festplattenverschlüsselung auch Produkte für den Schutz tragbarer Speichermedien und von Daten auf Smartphones anbietet.

Symantec will die Lösungen beider Hersteller mit seiner Datenschutz-Software verschmelzen und die Firmen in seine Enterprise Security Group integrieren. Die Produkte und Kunden ergänzen sich gut: PGP adressiert kleine und mittelständische Unternehmen, während Guardian Edge vor allem Behörden zu seinen Kunden zählt. Die Übernahme von PGP kostet Symantec 300 Millionen Dollar, bei Guardian Edge liegt der Kaufpreis bei 70 Millionen Dollar.

Symantec könnte damit die komplette Verschlüsselung des E-Mail-Verkehrs einer Firma, der sensiblen Dateien und Ordner sowie ganzer Festplatten und der mobilen Clients übernehmen. Das Know-how von PGP bei der Schlüsselverwaltung soll künftig im Mittelpunkt der Management-Lösungen stehen und ein Bestandteil von Symantec Protection Center werden. (Jacqueline Pohl)