Spam-Trends: Falsche Schnäppchen mit Malware-Links

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Sophos wertet vierteljährlich die aktuellen Entwicklungen an der Spam-Front aus und ermittelt die aktivsten Regionen für den Spamversand. Der meiste E-Mail-Müll kommt wieder aus den USA.

Nach wie vor stehen die USA an der Spitze der Ursprungsländer für Spammails. 13 Prozent aller unerwünschten Nachrichten stammen von dort. Auf Platz 2 kommt Indien mit 7,3 Prozent und auf Platz 3 setzt sich Brasilien mit 6,8 Prozent des weltweiten Spamanteils. Die als besonders aktiv geltenden chinesischen Spammer haben es im ersten Quartal 2010 etwas ruhiger angehen lassen (1,5 Prozent) und sind überraschend auf Platz 15 des Rankings zurückgefallen. Spam aus Deutschland hat dagegen zugenommen. Die deutschen Spammer haben sich mit einem weltweiten Anteil von 3,2 Prozent auf Platz 6 positioniert.

Ganze 97 Prozent aller E-Mails, die auf Mailservern in Unternehmen eintreffen, sind Spammails. Die Folge ist ein Produktivitätsverlust der Mitarbeiter, die sich durch zahllose unerwünschte Nachrichten kämpfen müssen, und steigende Ausgaben für Filtermechanismen und die Pflege der Systeme. Fast alle Spamaussendungen werden von Botnetzen verschickt, die sich der Malware-verseuchten Rechner argloser Anwender bedienen.

Die Analysen von Sophos verraten auch, dass vermeintliche Schnäppchenangebote mit Links auf Malware-Seiten im Kommen sind. Nach wie vor bieten auch viele Spammails Fälschungen von Markenartikeln  wie Uhren, Medikamente oder Diplome an. (Jacqueline Pohl)