SCO fordert Unix-Rechte erneut zurück

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Zwar sah ein Gericht die Unix-Copyrights im Sommer 2007 klar bei Novell, SCO legte im März 2008 Berufung ein und scheiterte, dann entschied eine Jury im März 2010 noch einmal für Novell. SCO aber ist bockig will nun einen neuen Prozess anstrengen.

Alle wollen Linux zu Geld machen, doch bisher ist es keinem so recht gelungen. Und obwohl alle beteiligten Gerichte und Jurys Gerichte sagten, Novell sei ganz klar Eigner von Unix: SCO will einen neuen Versuch starten, das Gegenteil zu beweisen, berichtet das Juristen-Netz Groklaw.

SCO habe demnach einen Brief an den obersten Gerichtshof der USA geschrieben und die Richter aufgefordert, das Urteil aufzuheben und die Copyrights nun doch SCO zuzusprechen. Schließlich habe das Gericht die Vereinbarungen zwischen SCO und Novell völlig falsch verstanden.

Sollte das Unternehmen damit durchkommen, könnte tatsächlich ein Geldregen einsetzen, erhoffen sich die Anwälte: Viele Dinge basieren auf Linux, das wiederum aus SCOs Sicht ein Unix-Derivat ist. SCO könnte so auch Lizenzgebühren von Mozilla-zu Programmen wie Firefox einfordern, von Google für Android, und so weiter. Die endlose Geschichte geht also weiter. (Manfred Kohlen)

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