HP greift sich Palm für 1,2 Milliarden Dollar

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Nachdem sich der angeschlagene Handheld-Hersteller monatelang selbst auf dem Markt angeboten hatte, schlägt nun HP zu und lässt eine ordentliche Summe springen.

Branchenveteranen dürften ein Déja-vu-Erlebnis haben, denn schon mal kaufte sich Hewlett Packard einen Spezialhersteller für mobiles Computing: Compaq. Doch von der einstigen iPaq-PDA-Omnipräsenz und der großen-Notebook-Flotte ist heute eigentlich nur noch eine überschaubare Preiswert-Marke übrig geblieben.

Noch verrät HP natürlich nicht, wohin der Palm-Kurs führen soll. Dafür ist die Meldung von gestern Abend noch zu frisch. Immerhin so viel scheint schon klar: WebOS soll weiterbestehen und durch die HP-Plattformen sogar ein beschleunigtes Wachstum hinlegen. Demnach dürfte es also auf frische Pocket-PC- und iPaq-Modelle mit WebOS hinauslaufen. Womöglich erhält das noch junge Windows-Tablet HP Slate ebenfalls einen entsprechenden Ableger.

Der Kaufpreis von 1,2 Milliarden Dollar wirkt nicht gerade wie ein Schnäppchen. Allerdings wird es sich HP locker leisten können. Außerdem hatte Palm noch vor weniger als einem Jahr an der Börse etwa den dreifachen Wert besessen. Der neue Besitz bringt übrigens eine kleine Schatztruhe mit: Palm sammelte fleißig Patente. Hunderte davon. Das gibt Sicherheit und auch manche Verdienstmöglichkeit vor Gericht. (Ralf Müller)