Gefahr für Firmennetze? Falsche Download-Dienste ködern Malware-Opfer

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Der russische Antivirenspezialist »Dr. Web« hat gehäuft gefälschte Torrent-Tracker und Download-Portale über »normale« Suchbegriffe entdeckt. Er warnt die Anwender und präsentiert eine Liste der gefährlichen Sites. Der Anfang eines Trends, der mehr zerstören könnte als nur Bankkonten und PCs der Download-Junkies?

En ganzes Netz bösartiger Downloadfälschungen hat Dr. Web entdeckt. Mit den vermeintlichen Torrent-Trackern und Download-Portalen sollen Nutzer auf neueste Filme und Musikstücke gierig gemacht werden – das ist auch gefährlich für Firmennetze, über die oft privat gesurft wird. Denn In Wirklichkeit  handelt es sich bei den Downloads  um infizierte Dateien, die schnell das Firmennetz zerstören können oder solche, die den Nutzer dazu auffordern, teure SMS-Nummern zu wählen.

Das Security-Unternehmen warnt vor einer massiven Zunahme dieser gefälschten Torrent-Tracker und Download-Portale und liefert eine Liste mit, die auch Administratoren ohne die Software von Dr. Web für ihre Filter verwenden können.

(Bild: Beispiel-Downloadfälschung)

Die »bösen« Portale seien zudem suchmaschinenoptimiert und meist unter den Top 100 der Suchergebnisse zu finden. Noch sind zwar vor allem Konsumenten-Suchbegriffe »optimiert«, doch die Geschäftsthemen folgen sicher bald. Folgende Webseiten seien erst der Anfang des gefährlichen Trends, meldet Dr. Web:

1.doownle.com
2.re-tracker.org
3.rapid-load.net
4.positivfiles.com
5.topnewfiles.ru
6.vskachke.info
7.giga-files.net
8.gigafiles.biz
9.realdownload.biz
10.vprokachke.com
11. download-club.ru
12. downloadf.ru
13. softdownload-mirror1.in
14. softdownload-mirror2.in
15. softdownload-mirror3.in
16. softdownload-mirror4.in
17. softdownload-mirror5.in
18. softdownload-mirror6.in
19. softdownload-mirror7.in
20. softdownload-mirror8.in
21. softdownload-mirror9.in

Das Ausfiltern dieser Sites reicht nicht – erhöhte Aufmerksamkeit dafür ist angesagt. Auch Google kann die immer neuen Fälschungen nicht automatisch aus den Suchergbnissen nehmen. Der ungefragte Phishing-Helfer kann die Welt eben nicht ändern. Nachdenken beim Nutzer ist deswegen unbedingt gefordert. (Manfred Kohlen)

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