WePad: Neuer Prototyp, neue Probleme

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Nachdem die erste Präsentation des als iPad-Killer gehandelten Tablet-PCs missglückt ist, stellt der Berliner Hersteller Neofonie nun ein neues Vorserienmodell vor.

Bei der Präsentation am 12. April warf das WePad eine Menge Fragen auf. Damals handelte es sich noch um ein Entwicklergerät, auf dem ersatzweise Windows 7 lief. Auch diesmal stellte Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen vor Journalisten und Bloggern nur einen weiterentwickelten Prototyp vor.

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In der Präsentation wurde die innovative Daumensteuerung gezeigt, die das Scrollen, den App-Start und das Wechseln zwischen Anwendungen über die Seitenleisten-Menüs erlaubt. Eine virtuelle Tastatur lässt sich in Anwendungen einblenden, um zum Beispiel Suchbegriffe in einer Suchmaschine oder Webadressen im Browser einzutippen. Das WePad beherrscht im Gegensatz zum iPad Multitasking, dürfte dabei aber mit seiner Netbook-Hardware schnell überlastet sein.

Während das WePad in der offiziellen Video-Vorführung noch einen guten Eindruck macht, zeigt es im praktischen Einsatz noch Schwächen vor allem im Bereich der Bedienung und Software. Das Multitouch-Display kommt schnell ins Stocken, als die anwesenden Journalisten selbst Hand anlegen dürfen. Unter der Touch-Oberfläche steckt ein Linux-basiertes Betriebssystem, auf dem unter anderem Android-Apps und Linux-Anwendungen laufen, die Neofonie in einem eigenen App Store anbieten wird. Dieser App Store ist ebenfalls noch nicht fertig. (Jacqueline Pohl)