Sicheres E-Payment – Garant für erfolgreichen E-Commerce

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Der Online-Handel wächst weiterhin stark – trotz Wirtschaftskrise. Das spiegelte sich auch auf der diesjährigen Internet World Messe wider, wo unter Ausstellern und Besuchern optimistische Stimmung herrschte. Im Fokus standen Themen wie Social Media, Suchmaschinen-Marketing, Mobile, E-Payment und Finanzdienstleistungen.

Im vergangenen Jahr verkauften Online-Händler Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 15,5 Milliarden Euro. Damit legte der E-Commerce-Umsatz mit 14 Prozent abermals deutlich zu. Die passenden Lösungen für den Online-Handel präsentierten über 100 spezialisierte Anbieter auf der Fachmesse und dem Kongress Internet World im April 2010.

Die Unternehmen sehen sich beim Online-Handel immer komplexeren Anforderungen gegenüber und benötigen daher spezielle E-Commece-Anwendungen. Das große Interesse zeigte sich auch in der Zahl von 4.250 Besuchern der Messe und von über 800 Teilnehmern am Kongress. „Unserer Meinung nach zeigt sich hier die zunehmende Bedeutung des E-Commerce in der Wirtschaft“, kommentiert Melanie Vogelbacher, Projektleiterin der Internet World Fachmesse & Kongress.

Auf die Fachmesse Internet World in München kamen rund 4.250 Besucher. (Bild: Internet World Fachmesse & Kongress)

Zu den Trendthemen beim E-Commerce zählen Social Media, Suchmaschinenmarketing und mobile Anwendungen. „Auf der Internet World merkt man, dass wieder viel Bewegung im Markt ist. Zudem werden Innovationen nicht unkommentiert vorgestellt, sondern man trifft hier Unternehmen, die zeigen, wie man damit Geld verdient”, erklärt Michael Eckstein, Geschäftsführer der 3m5 Media GmbH, stellvertretend für viele andere Fachbesucher der Internet World.



Ein Zahlvorgang, 500 bis 600 Parameter

Die paymorrow GmbH bietet einen Zahlungsservice an, die es Online-Händlern ermöglicht, die Zahlungsoption “Kauf auf Rechnung” anzubieten und gleichzeitig die Bezahlung abzusichern. Spätestens 30 Tage nach dem Kauf erhält der Händler sein Geld, garantiert paymorrow; und sollte der Kunde früher bezahlen, leitet paymorrow den Betrag entsprechend früher an den Händler weiter.

Damit das Unternehmen diesen Bezahlmodus in sein Portfolio aufnehmen kann, muss es die Bonität der potenziellen Kunden prüfen. Zwischen 500 bis 600 Parameter werden dabei abgefragt, unter anderem IP-Adresse und physikalische Adresse oder Angaben zur Person. Der Risiko-Check läuft elektronisch innerhalb weniger Sekunden ab. Sollte sich herausstellen, dass der Kauf auf Rechnung bei einem bestimmten Kunden aus Sicht von paymorrow nicht vertrauenswürdig erscheint, sieht der Kunde den Hinweis, dass der Kauf auf Rechnung zurzeit nicht möglich ist. Dem Kunden werden in diesem Fall andere Bezahlverfahren angeboten.


Mit dem Zahlungsservice von Klarna können Online-Händler ihren Umsatz steigern und erhalten zugleich eine Einnahmegarantie.

Neue Anbieter rollen E-Payment-Markt auf
Der schwedische Dienstleister Klarna AB bietet Online-Händlern ebenfalls das Outscourcing des gesamten Bezahlvorganges an: Von der Rechnungsstellung bis zum Inkasso In Skandinavien ist das Unternehmen bereits fest etabliert und möchte mit seinem Portfolio auch nach Deutschland und die Niederlande expandieren. Die Schweden wollen das Bezahlen für Kunden so einfach und attraktiv wie möglich gestalten. Darum muss ein Kunde nur das Geburtsdatum und die Adresse. Klarna behauptet von sich, dass seine Zahlungsabwicklung die einfachste im gesamten Netz sei.

Ein ähnliches Servicespektrum bietet das Hamburger Unternehmen EOS Payment Solutions GmbH. Es versteht sein Produktportfolio ebenfalls als Outscourcing-Lösung, um einerseits dem Endkunden das Bezahlen im Internet zu erleichtern und andererseits den Zahlungseingang für den Händler abzusichern. Dazu hat es neben einer elektronischen Risikoprüfung verschiedene Dienstleistungsprodukte in seinem Angebot, zum Beispiel Bezahlen per Kreditkarte, elektronisches Lastschriftverfahren, Maestro oder Debitkarte von MasterCard. Innovativ zeigt sich der Anbieter EOS Payment Solutions durch die Möglichkeit, eine Ware per E-Wallet zu bezahlen. EOS kooperiert hier mit der eBay-Tochter PayPal, die inzwischen recht bekannt ist.

Die Services von EOS Payment Solutions beinhalten Marketing- und Risikoinformationen, Payment Services und Forderungsmanagement. (Bild: EOS Payment Solutions)

Komplettlösung für Kreditkarten-Zahlungen
Das Bezahlen per Kreditkarte bietet dem Endkunden deutliche Vorteile, weil diese Methode für ihn besonders einfach abläuft. Aufgrund der sich häufenden Missbrauchsfälle müssen Online-Händler den Kunden die Sicherheit geben, dass die Kreditkartendaten geschützt sind und ein Ausspionieren durch Kriminelle ausgeschlossen bleibt. Das Unternehmen ConCardis aus Frankfurt am Main hat bereits jahrelange Erfahrung mit der Bezahlung per Kreditkarte und kann daher mit einem Servicespektrum aufwarten, dass sowohl Händler als auch Endkunden gleichermaßen schützt. Mit der ConCardis PayEngine bietet das Unternehmen eine komplette E-Payment-Lösung an, die den sicheren Eingang der Zahlung für den Händler garantiert und gleichzeitig den Sicherheitserwartungen auf Endkundenseite entspricht.

Das Produkt ist unter anderem gemäß dem PCI-Standard zertifiziert und kann daher für den Endkunden größtmögliche Sicherheit garantieren. Mit der PayEngine lassen sich alle gängigen nationalen und internationalen Zahlarten: z. B. MasterCard, Maestro, Visa, American Express, PayPal, Internet-Lastschrift oder giropay abwickeln. Darüber hinaus lässt auch ConCardis die Bonität der Endkunden prüfen. Dadurch wird es auch für Händler interessant. Die Gebühren für diese Dienstleistungen betragen bei der Bezahlung mit der Mastercard laut Auskunft von ConCardis zwischen zwei und drei Prozent der Kaufsumme.

ConCardis verspricht mit seiner Lösung PayEngine mehr Umsatz im Online-Handel durch die Akzeptanz verschiedener Kredit-, EC- und Debit-Karten. (Bild: ConCardis)


Mobiles Zahlen kostet Händler mehr

Der nächste logische Schritt wäre das Bezahlen per Handy. Diese Methode wird fast schon so lange diskutiert, wie es Handys gibt. Anbieter wie Paybox brachten zum Beispiel schon 2000 eine solche Lösung auf den Markt, die Zeit schien aber noch nicht reif für mobile Zahlungssysteme. Technisch ist das mobile Zahlen ohne weiteres machbar, doch schrecken zahlreiche Händler – ganz gleich ob im Internet oder in einem Ladengeschäft – vor dieser Möglichkeit zurück, weil sie nicht wissen, ob die Kosten für die entsprechende Infrastruktur durch den erhöhten Umsatz wieder hereinkommen.

Der Unternehmensberater Markus Rothmeyer steht dieser Methode trotz allem optimistisch gegenüber: „Ich denke, dass Kunden auch bereit sind, mehr zu zahlen, wenn sie dadurch eindeutige Vorteile haben, sie beispielsweise schneller bedient werden oder den Bezahlvorgang vereinfachen können. Das Bezahlen mit dem Handy könnte dazu beitragen.“ Vorbehalte gegenüber dieser Zahlweise gibt es auf Anbieter- wie Konsumentenweise, daher befindet sie sich auch nicht in den Portfolios der Händler.
(sg)

Weblinks
ConCardis
EOS Payment Solutions
Internet World Fachmesse & Kongress
Klarna
Paymorrow
Pay
Pal

PCI Security Standards Council
Rothmeyer Consulting