Santander-Bank: »Zeus-Trojaner ist nur eine von vielen täglichen Attacken«

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Ein Sicherheitschef bei Santander sagte, dass auch die gefährlichen neuesten Versionen des nach Bankdaten jagenden Trojaners nur eine Gefahr unter den unzähligen Angriffen pro Tag seien. Das Bankhaus in Großbritannien hat nun eine eigene Schutzsoftware für seine Kunden herausgegeben.

Man habe täglich mit einer sehr hohen Anzahl von Angriffen zu kämpfen, erklärte Santander-Security-Manager Michael Paisley gegenüber dem britischen IT-Magazin Computing. Nur, weil Zeus nun auch Mozilla Firefox missbrauchte, sei er in den Medien verstärkt aufgetaucht, meint Paisley.

Die Firma Trusteer, die herausfand, wie der neue Trojaner arbeitet, liefert ihre Sicherheitslösung nun auch über die Bank an deren Kunden. Die Antivirensoftware Rapport steht bei Santander zum kostenlosen Download für ihre Kunden bereit. »Wir sind nicht die einzige Bank, die so etwas macht, und die Kosten dafür sind weit geringer als die Schäden durch Malware«, erläutert Paisley. Zudem arbeiteten nun mehrere Banken bei ihrer Onlinebanking-Technik zusammen, um der Attacken Herr zu werden. Man habe interne Prozesse geändert, die Kundensoftware ergänze dies nur noch.

Bei ihren gemeinsamen Tests stellten die Banker fest. Einige Trojaner würden auch andere löschen – so wie sich früher Straßengangs bekriegten. Der Bandenkrieg laufe nun eben im Internet ab. (Manfred Kohlen)

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