Bitkom-Umfrage: 25 Prozent der Deutschen sind für Raubkopien

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Die Marktforscher von Aris sollten im Auftrage des IT-Verbandes herausfinden, wie es die Bevölkerung in Wahrheit mit dem Filesharing so hält. Im Prinzip empfinden es viele für ein Kavaliersdelikt.

Heute ist der Tag des geistigen Eigentums. Für den Branchenverband Bitkom Anlass für die Veröffentlichung dieser Umfrage: Von rund 1.000 Deutschen aller Altersstufen finden ein Viertel es akzeptabel, Raubkopien von Musik, Filmen oder Software zu besitzen. Noch mehr -­ ein gutes Drittel ­- halten das Ziehen von Kopien für ein Kavaliersdelikt. Zwar gäbe es in der Bevölkerung durchaus ein ausgeprägtes Bewusstsein für geistiges Eigentum, doch das scheint sich mehr auf Bücher zu beziehen. Immerhin sind viele Babyboomer mit einer Gesetzeslage aufgewachsen, bei der es vollkommen legal war, Musik von Radio oder Platte auf Kassette mitzuschneiden und zu vervielfältigen. Erst in der digitalen Zeit wurden die Rechte des Konsumenten nach und nach eingeschränkt.

»Abgesehen von einer Strafverfolgung wären preislich attraktive und sichere Bezahl-Angebote ein wichtiger Beitrag gegen Piraterie«, empfehlen die Studienautoren. Die Anzahl bezahlter Downloads sei schließlich voriges Jahr um 24 Prozent gestiegen, ein Kaufwille also klar vorhanden. Bitkom spricht sich für einen Neubeginn der Diskussion um das Urheberrecht und gegen die Kulturflatrate aus: »Wenn es nicht gelingt, ein besseres Verständnis für den Wert der Angebote zu schaffen, verarmt das Kultur- und Medienangebot. Mit einer staatlich verordneten Zwangsabgabe erreicht man genau das Gegenteil«, argumentiert der Verband. (Quelle: TheInquirer.de)