11.000 Domains verbreiten falsche Virenscanner

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In den letzten 13 Monaten hat Google 240 Millionen Internetseiten auf Schadsoftware hin untersucht. 11.000 davon verteilten so genannte Scareware, was etwa 15 Prozent aller Websites entspricht, die Malware verteilen

Bei Scareware handelt es sich um Schadsoftware, die sich als Antivirenprogramm ausgibt. Sie gaukelt dem Anwender vor, der eigene Rechner sei von Viren befallen und man müsse schnell handeln. Die Scareware versucht den Benutzer zu überzeugen, den vermeintlichen Virenscanner zu installieren. Tatsächlich lädt er sich damit aber nur einen echte Virus auf die Festplatte, der danke der ungewollten Mithilfe des Anwenders seine Unwesen treiben darf.

Google-Mitarbeiter haben Scareware das erste Mal im März 2007 entdeckt und seitdem ist ihre Verbreitung stark gewachsen. Gefallen ist hingegen die Lebensspanne der Domains, die Scareware verteilen. Laut Google waren entsprechende Internetseiten im Januar 2009 noch mehrere Wochen im Einsatz, während sie inzwischen nur noch einige Stunden existieren. Mit diesem Trick wollen die Malware-Autoren verhindern, dass eine Domain als schädlich eingestuft und von echten Antivirenprogrammen auf eine Blacklist gesetzt wird.

Google rät allen Benutzer ausschließlich auf Antiviren-Software von bekannten Herstellern zu vertrauen. (Christian Lanzerath)