Big DataCloudData & StorageSicherheitStorageVirtualisierung

Paragon Festplatten Manager 2010 Professional im Test
Werkzeugkoffer für die Festplattenverwaltung

0 0 Keine Kommentare

Mit dem Festplatten Manager 2010 bringt Paragon eine neue Ausgabe seiner Festplattenverwaltungssoftware auf den Markt. Im Testlabor nahmen wir die Professional-Version unter die Lupe, die nicht nur Datei- und Image-basierte Sicherungen anlegt, sondern auch Funktionen rund um die Verwaltung und Erstellung virtueller Festplatten bietet.

Einfache Bedienung

Der Festplatten Manager 2010 vereint wichtige Funktionen rund um die Verwaltung, Pflege und Wartung von Festplatten. Dazu gehören Routineaufgaben wie die Partitionierung, Defragmentierung, Sicherung oder Bereinigung von Datenträgern. Die Stärke des Programms liegt in seiner anwenderfreundlichen Benutzeroberfläche: Im Express-Modus sind alle Funktionen in fünf Kategorien unterteilt und in Form von Schritt-für-Schritt-Assistenten zu nutzen. Allerdings könnten einige Zwischenschritte detailliertere Erklärungen vertragen, damit der Nutzer weiß, was diese oder jene Einstellung genau bewirkt.

Bildergalerie

In der erweiterten Ansicht blickt der Anwender hinter die Kulissen: Festplatten und Partitionen werden aufgelistet und können direkt bearbeitet werden. Hier kann der User mehrere Aufgaben miteinander kombinieren, die zunächst nur virtuell ausgeführt werden: Das Tool zeigt zwar schon die Ergebnisse an, setzt diese allerdings erst in die Tat um, wenn der Benutzer auf Ausführen klickt. Das beugt ungewollten Resultaten vor.

Paragon Festplatten Manager 2010 Professional


Routineaufgaben solide gelöst

Im Test konnte uns der Festplatten Manager 2010 kaum überraschen – weder positiv noch negativ: Datei- sowie Image-basierte Sicherungen führte das Programm problemlos durch. Für das Backup einzelner Dateien und Ordner legten wir zudem einen Zeitplan fest, der anstandslos ausgeführt wurde. So werden regelmäßige Sicherungen bequem im Hintergrund durchgeführt.

Die Umverteilung von Speicherplatz mit dem Partitionierungsassistenten machte in der Regel ebenfalls keine Probleme. Allerdings stolperte das Programm bei der Partitionierung einer verschlüsselten Systempartition, obwohl sie für die Arbeit entsperrt war. Hier ist Vorsicht angesagt: Am besten sollte man die Verschlüsselung vorher abschalten. Ein Backup ist in jedem Fall ratsam, bevor man mit heiklen Aktionen beginnt.

Die Funktion zur sicheren Bereinigung einer Festplatte löscht Dateien so gründlich, dass sie nicht wiederhergestellt werden können. So behandelte Festplatten können bedenkenlos verkauft oder verschrottet werden. Der Datenlöschassistent bietet ausschließlich die Löschmethode »US DoD 5220-22-M« an. Diese gilt zwar als sehr sicher, benötigt aber auch viel Zeit. In unserem Test war eine 75 GByte große USB-Festplatte erst nach über vier Stunden ganz gelöscht. Andere Programme wie etwas das kostenlose »Darik‘s Boote and Nuke« bieten weitere Löschmethoden an.

Paragon Festplatten Manager 2010 Professional


Virtualisierungsprofi

Im Test musste der Paragon Festplatten Manager 2010 eine Windows-Partition in eine virtuelle Festplatte konvertieren. Auf unserem Testrechner verweigerte das Programm zunächst die Arbeit, da laut Fehlermeldung die benötigten Zugriffsrechte fehlten. Mit Hilfe der mitgelieferten Boot-CD, die fast alle Funktionen der installierten Version enthält, klappte es dann doch. Die virtuelle Festplatte starteten wir anschließend auf einem zweiten Rechner mit Hilfe des VMWare Players ohne Probleme.

Zudem beherrscht der Festplatten Manager weitere Aufgaben im Bereich Virtualisierung: Er wandelt zuvor erstellte Datenträger-Images in virtuelle Festplatten um und integriert auf Wunsch neue Treiber, um sie an das Virtualisierungsprogramm anzupassen. Zur Auswahl stehen die Formate für VMWare und Microsoft Virtual PC, die aber auch von anderen Anwendungen wie etwa Sun VirtualBox unterstützt werden.

Des Weiteren bietet der Festplatten Manager ausgesprochen spezielle Features, die besonders Administratoren virtueller Umgebungen interessieren dürften. Dazu gehören beispielsweise die Partitionierung virtueller Festplatten und der Datenaustausch zwischen einer virtuellen und physikalischen Festplatte. Der Funktionsumfang deckt äußerst viele Anwendungsszenarien ab.

Paragon Festplatten Manager 2010 Professional


Fazit

Insgesamt macht der Festplatten Manager 2010 einen durchdachten Eindruck. Die Bedienung fällt auch weniger versierten Anwendern leicht, die Auswahl an Funktionen ist groß. Alle wichtigen Aufgaben rund um die Verwaltung von Festplatten werden abgedeckt. Hinzu kommen zahlreiche Werkzeuge zur Erstellung und Bearbeitung virtueller Festplatten. Paragon geht mit der Zeit und beschränkt sich nicht mehr nur auf physikalische Datenträger, sondern trägt der wachsenden Verbreitung virtueller Systeme Rechnung.

ITespresso.de-Logo Gut Festplatten Manager 2010 Professional
Hersteller: Paragon
Internet: www.paragon-software.com/de
Preis: 80 Euro

Note: gut
Leistung (50%): gut
Ausstattung (30%): sehr gut
Bedienung (20%): gut

Das ist neu
– Anpassung von Images an abweichende Hardware
– Sicherung und Wiederherstellung einzelner Dateien und Ordner
– Konvertierung einer Image-Sicherung in eine virtuelle Festplatte

Systemvoraussetzungen
Betriebssystem: Windows 2000/XP/Vista/7 (jeweils 32- und 64-Bit)
Prozessor: ab Pentium 4 mit 1 GHz
Arbeitsspeicher: mindestens 256 MByte

Paragon Festplatten Manager 2010 Professional