Mexico bekämpft Drogen durch Abschaltung der Handy-Verbindungen

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Um unregistrierte Mobiltelefone zu finden und damit die Kommunikation der Drogenmafia zu verfolgen, schaltete Mexico vergangenes Wochenende die Mobilverbindungen kurzerhand ab. Ob dies etwas gebracht hat?

Versuche britischer Touristen in Mexico, per teurem Roaming zu telefonieren, werden schiefgehen, berichtete Inquirer-UK Autor Asavin Wattanjantra am Freitag. In England muss man eben erst mit dem britischen Anteil anfangen. Doch dann beginnt sein eigentlicher Text: Millionen von Mexikanern würden das Wochenende keine Handyverbindung haben. Die Regierung hätte dies angeordnet und angedroht, bis zu 30 Millionen Mobiltelefone ohne Registrierung abzuschalten, um das organisierte Verbrechen zu bekämpfen, das sich gut hinter den nicht angemeldeten Handys verstecken kann.

In Mexico und anderen Ländern muss man eben nur das Mobiltelefon kaufen und sich nirgendwo anmelden. Zum Telefonieren reichte bislang der Kauf von Prepaid-Angeboten, seit Samstag müssen sich die Handynutzer in Mexico offiziell anmelden.

Ob das Abschalten nicht angemeldeter Geräte genügt? – Die Drogenkartelle haben ja immerhin noch die Wahl, ihre Geschäfte mit anderswo angemeldeten, aber gestohlenen Telefonen durchzuführen. Oder mit Internet-Telefonie zu arbeiten.

Aber Immerhin: Die mexikanische Regierung hat gezeigt, dass sie die Drogenmafia bekämpft. Ein Zeichen für die Wähler, aber ehrlich: Es ist genauso wirkungslos wie die Versuche der Politiker hierzulande, Internet-Filter gegen Kinderpornographie einzuführen. (Quelle: TheInquirer.de) µ

L’Inq:

Inquirer UK

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