Hybrides Lizenzmodell von Bitrix

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Der Softwarehersteller Bitrix lizensiert seine Produkte ab sofort in einem Hybrid-Licensing Modell. Es vereint den Support und Aktualisierungen proprietärer Systeme mit den Vorteilen von Open-Source-Software.

Bei der Entscheidung zwischen proprietärer und freier Software können viele Gründe eine Rolle spielen. Die Anschaffungskosten spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Denn der reine Preis für da Programm machen laut einer Studie des Software-Unternehmens Bitrix nur sieben Prozent der kompletten Kosten des Softwarebetriebs aus.

Pflege und Wartung erreichen mit 60 Prozent den größten Anteil an den Gesamtkosten für den Betrieb, gefolgt von Ausfallzeiten mit 15 Prozent. Bei der Entscheidung pro oder contra Open Source sollten Anpassungsmöglichkeiten der Software an eigene Bedürfnisse, Erweiterbarkeit und Service bei der Anschaffung neuer Lösungen im Zentrum der Überlegungen stehen.

Der große Unterschied von Open Source
Bitrix beschäftigt sich in einem Whitepaper mit den Vor- und Nachteilen beider Lizenzmodelle und der Möglichkeit, beide zu kombinieren. Proprietäre Software wird in der Regel zu einem festgesetzten Preis vom Rechteinhaber verkauft. Ein einziges Unternehmen ist mit Entwicklung und Support betraut und die Lizenz kann Einschränkungen bei den Anwendungen beinhalten. Im Gegensatz dazu muss für Open-Source-Software nichts bezahlt werden, der Quellcode ist frei zugänglich, unabhängige Entwickler arbeiten an dem System und es unterliegt keinen oder nur sehr geringen Nutzungsbeschränkungen.

Mehr Freiheiten bei geringeren Kosten
Mit einem neuartigen Lizenzmodell versucht das amerikanisch-russische Unternehmen Bitrix nun die Vorteile beider Welten zu vereinen. Die sogenannte Hybrid License erlaubt die Modifizierung des Codes, das Erstellen maßgeschneiderter Module und den kommerziellen und nicht-kommerziellen Vertrieb solcher Module.

Ein weiterer Vorteil liegt in dem günstigen Preis. Eine Beispielrechnung im Whitepaper zeigt, dass eine auf Bitrix Site Manager basierende Website in kürzerer Zeit und dank des neuen Lizensierungssystems zu deutlich niedrigeren Kosten implementiert werden kann, als mit proprietären oder Open-Source-Lösungen. So spart man gegenüber einer Open-Source Implementierung 13 Tage und mehr als 11.000 Euro.
(sg)

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