Twitter-Boom: Zahl der Anmeldungen steigt insbesondere außerhalb der USA

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Der Anteil der Twitter-Accounts, die außerhalb der USA, registriert wurden, stieg Anfang April auf über 60 Prozent. Das berichtet das Unternehmen in seinem Blog. Im Spätsommer 2009 kam der Großteil der Nutzer noch aus dem eigenen Land.

Die Entwickler von Twitter machen vor allem zwei Dinge für das starke internationale Wachstum verantwortlich. Zum einen ist Twitter nun in verschiedenen Sprachen nutzbar – darunter etwa Deutsch, Französisch und Spanisch. So sei etwa die Zahl der Anmeldungen in Spanien um 50 Prozent gestiegen, als Twitter im November auf Spanisch angeboten wurde. Zum anderen steigt die Nutzerzahl in einem Land immer dann, wenn Prominente aus diesem Land beginnen Twitter zu nutzen. Als Beispiel nennt Matt Sanford, einer der führenden Twitter-Entwickler, den Anstieg der Twitter-Accounts in Kolumbien um 300 Prozent, nachdem der Politiker Piedad Cordoba Ruiz angefangen hatte, den Dienst zu nutzen.

Um die Nutzerzahlen weiter zu erhöhen, kündigten die Entwickler an, Twitter künftig in weiteren Sprachen anzubieten. Außerdem soll es Verbesserungen bei der mobilen Nutzung geben. So arbeitet Twitter zum Beispiel in Indien mit dem größten Mobilfunkprovider zusammen, um indischen Handy-Nutzern das Twittern via SMS zu ermöglichen. In Ländern wie Indonesien oder Haiti ist Ähnliches geplant. Zudem hatte Twitter vor kurzem seine Seite überarbeitet, um die User verstärkt zur Teilnahme zu animieren. Ein großes Problem ist nämlich, dass sich viele Benutzer zwar registrieren, den Account dann aber kaum nutzen bzw. selten selber Statusmeldungen abgeben. (Christian Lanzerath)