Aktuelle Angriffsmuster setzen auf Vertrauen der Anwender

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Blue Coat hat in seinem Websecurity-Report Trends bei den Bedrohungen im Web und beim Nutzerverhalten analysiert. Die Angreifer passen ihre Angriffsstrategien immer besser an das Online-Verhalten der Anwender an.

Bei Cyberattacken spielen immer häufiger soziale Netzwerke eine Rolle. Die Beliebtheit dieser Plattformen sorgt dafür, dass weniger Anwender E-Mails versenden und sich stattdessen mehr Kommunikation über die Netzwerke abspielt. Die Angreifer nutzen laut Websecurity-Spezialist Blue Coat das Vertrauen der Anwender in die Online-Plattformen aus, kombinieren Angriffe auf komplexe Weise und bringen Malware mit kürzerer Lebensdauer in Umlauf, die die Reaktion für die Sicherheitsanbieter erschweren. Zu diesem Ergebnis kommt der jetzt veröffentlichte Websecurity-Report 2009.

Die zwei größten Bedrohung stellen gefälschte Antivirentools und angeblich Video-Codecs dar. Aber auch auf webbasierten Speicherplattformen und Software-Download-Sites lauert Gefahr. Diese Dienste sind im vergangen Jahr um 200 Prozent gewachsen und rücken zunehmend ins Visier der Angreifer. Bei ihren Angriffen nutzen die Kriminellen das Vertrauen der Anwender in solche Plattformen aus.

Durch die immer kürzere Lebensdauer von Angriffen – aktuell zwei Stunden – bieten Sicherheitsmechanismen, die Updates oder Patches benötigen, nach Ansicht von Blue Coat keinen ausreichenden Schutz. Die Studie von Blue Coat basiert auf der Auswertung der Daten 62 Millionen Anwendern des WebPulse-Service des Herstellers. (Jacqueline Pohl)