Polizei fordert Notrufknopf fürs Internet

PolitikSicherheitSicherheitsmanagement

Deutsche Kriminalbeamte machen sich für einen Notruf im Internet stark und fordern mehr Cyber-Cops, um das Web polizeilich besser überwachen und Gesetzesverstöße schneller ahnden zu können.

Der Rheinischen Post sagte Klaus Jansen, der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Kriminalbeamter, dass es eine 110 fürs Netz geben solle, um die Internet-Kriminalität in den Griff zu bekommen. Zusammen mit dem Deutschen Forum für Kriminalprävention hat man das Projekt „webpatrol“ ins Leben gerufen: Landet ein Surfer auf einer Webseite mit suspektem Inhalt, soll er durch einfaches Anklicken eines zusätzlichen Buttons im Browser eine automatisch generierte Meldung inklusive Screenshot der Seite an eine Clearing-Stelle absetzen, die sich dann um den Sachverhalt unmittelbar kümmert. Angedrohte Amokläufe oder Kinderpornografie könnten so laut Jansen früher gemeldet werden.

Zudem forderte er mehr Polizeibeamte, die speziell für Ermittlungen im Internet ausgebildet sind. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Straftaten, die mit Hilfe moderner Technik und Kommunikationsmittel begangen werden, steigt, habe die Qualifizierung zusätzlichen Personals und die technische Aufrüstung in den kommenden Jahren Priorität. (Christian Lanzerath)