Mobiles Internet boomt in Deutschland

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Längst verdienen Mobilfunkprovider an der Nutzung von mobilem Internet mehr als an den klassischen Handy-Services wie SMS und MMS. Laut IT-Branchenverband Bitkom steigt der Umsatz mit mobilen Datendiensten in diesem Jahr voraussichtlich auf 5,6 Milliarden Euro. Damit liegt er deutlich höher als die Erlöse mit SMS und MMS zusammen.

Wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des Bitkom ergab, geht jeder fünfte Nutzer mit einem Notebook unterwegs ins Internet, jeder Zehnte tut dies via Handy. Allerdings gibt es hier einen leichten Unterschied zwischen den Geschlechtern. So benutzen Männer häufiger Notebooks (etwa 25 Prozent) als Frauen (etwa 15 Prozent). Weibliche User nutzen dafür stärker das Handy, um online zu gehen (11 zu 9 Prozent). Noch deutlicher ist der Unterschied beim Vergleich verschiedener Altersstufen: Bereits jeder Sechste unter 30 Jahren geht mit dem Handy ins Netz, wohingegen Nutzer über 65 Jahre das Handy fast ausschließlich zum Telefonieren oder für andere traditionelle Anwendungen wie SMS nutzen.

Der Bitkom sieht vor allem in der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und tragbaren Computern sowie den sinkenden Kosten für Datentarife und dem Ausbau des Mobilfunknetzes die Gründe für den Boom des mobilen Internets. Wie der Branchenverband schätzt, werden dieses Jahr in Deutschland mehr als 20 Millionen mobile Internet-Endgeräte verkauft: 9,7 Millionen mobile Computer, 8,2 Millionen Smartphones und voraussichtlich mehr als zwei Millionen E-Book-Reader. (Christian Lanzerath)