Microsoft beendet Itanium-Unterstützung

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Microsoft will künftig keine Intel-Itanium-Prozessoren mehr unterstützen. Diese spezielle Server-CPUs werden zunehmend durch 64-Bit-Prozessoren verdrängt, die auf der x86-Architektur basieren, schreibt Dan Reger, Senior Technical Product Manager für Windows Server bei Microsoft.

Demnach soll Windows Server 2008 R2 die letzte Version von Windows Server sein, die die Itanium-Architektur unterstützt. Auch SQL Server 2008 R2 und Visual Studio 2010 sollen die letzten Itanium-Ausgaben dieser Produktfamilie sein. Die aktuellen Versionen unterstützen auch den kürzlich vorgestellten Itanium 9300 (Codename „Tukwila“) und erhalten noch Support laut Microsofts Support Lifecycle Policy. Das bedeutet etwa für den Windows Server 2008 R2: Der Mainstream-Support endet am 9. Juli 2013, der erweiterte Support erst am 10. Juli 2018. Solange wird die genannte Software noch ohne Probleme auf Itanium-Servern eingesetzt werden können.

Microsoft setzt damit voll auf die x86-Architektur, die inzwischen Prozessoren mit bis zu 96 Kernen ermöglicht und für geschäftskritische Anwendungen besser geeignet sein soll. (Christian Lanzerath)