Dem britischen Geheimdienst fehlen IT-Experten

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Der MI5 gab gestern zu, in Sachen IT-Mitarbeiter ungenügend ausgestattet zu sein. Vor allem beim Know-how mangele es.

Das gereicht dem Dienste Ihrer Majestät ja nicht gerade zur Ehre: Die Mitarbeiter des MI5 seien ungenügend in Sachen IT geschult, gab der MI5 gerade in seinem jährlichen »Intelligence and Security Committee Report« (PDF) zu. Direktor Jonathan Evans äußert darin große Sorge über das Niveau der IT-Kenntnisse seiner Belegschaft und deutet an, dass »einige Mitarbeiter nicht gerade jene sind, die wir in der Zukunft haben wollen«. Charmant.
Es gibt natürlich Gruppen von IT-Spezialisten in den Rängen der britischen Geheimdienste. Etwa die Communications-Electronics Security Group (CESG), die bei jeder Gelegenheit von den anderen Diensten hinzugezogen wird. Ihr ging allerdings das Geld aus – es fehlen für die aktuellen Aufgabe einige Millionen Pfund Sterling. Und die Staatskasse ist bekanntlich derartig leer, dass das Militär nicht mal mehr Trainingsmunition verschießen darf.

Jedenfalls betteln die Verantwortlichen ihre Regierung an, doch bitte mehr Geld für IT-Kräfte und -Ausbildung zu erhalten. Ob die Finanzierung des Rechenzentrums, welches man gemeinsam mit dem SIS betreibt, gefährdet ist, darauf ging der Bericht nicht ein. Ansonsten bleibt ja noch immer der Weg, die Aufgaben nach Indien outzusourcen. (Quelle: TheInquirer.de)