Die Hälfte der Anwender klickt bewusst Spam-Mails an

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Obwohl den meisten Internet-Nutzern die Gefahren von Malware, Phishing und Identitätsdiebstahl bekannt sind, setzen sich viele einem Risiko aus und öffnen Spam.

Millionen User antworten auf Spam-Mails, klicken Anhänge in unerwünschten Massenmails an oder leiten Spamnachrichten weiter. Laut einer Umfrage der Messaging Anti-Abuse Working Group (MAAWG) zum Sicherheitsbewusstsein und zur E-Mail-Nutzung gehen die Hälfte der Befragten aus Westeuropa und Nordamerika auf diese Weise fahrlässig mit Spam-Mails um und öffnen diese sogar absichtlich. 25 Prozent tun dies, um sich zu beschweren oder sich abzumelden, 18 Prozent sind einfach neugierig, was passiert und 15 Prozent interessieren sich für das Produkt.

80 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, dass sie über die Existenz von Malware und Bots Bescheid wissen. Der Zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und der Gefahr von Infektionen scheint aber längst nicht allen klar zu sein. Nur ein Drittel der über die Gefahren Informierten glaubt, Infektions- und Betrugsrisiken hängen damit zusammen, wie man mit Spam-Mails umgeht.

Weniger als die Hälfte der Befragten (48 Prozent) glaubt, selbst die Verantwortung für die eigene Internet-Sicherheit zu tragen. Nur 36 Prozent denken, sie könnten sich einen Virus einhandeln. Viele finden, dass für E-Mail-Sicherheit der Provider zuständig ist. Die Gruppe, die sich nach eigenem Verständnis für die erfahrenste im Internetumgang und bei der E-Mail-Nutzung hält – Männer und Nutzer unter 35 Jahren – sind übrigens laut der MAAWG-Umfrage auch diejenigen, die am häufigsten Spam-Mails öffnen und weiterversenden. (Jacqueline Pohl)