59 Prozent nutzen Fernsehen und Internet gleichzeitig

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Anwender surfen immer häufiger beim Fernsehen und nutzen auch andere Medien in zunehmendem Maße parallel.

Mehr Medien als je zuvor buhlen heute um die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Das Ergebnis: Immer seltener konzentrieren sich die Nutzer auf ein einzelnes Angebot. Statt dessen läuft beim Surfen im Web im Hintergrund der Fernseher, und selbst beim Browsen im Web wechseln die User zwischen mehreren Multimedia-Seiten hin und her. Diese Entwicklung haben die Marktforscher von Nielsen in ihrem Three Screen Report für das 4. Quartal 2009 beobachtet.

Laut der Untersuchung von Nielsen schauen 59 Prozent der Nutzer gleichzeitig fern und surfen im Internet. Sogar dann, wenn sie Online-Videos und Web-TV am PC sehen, wechseln viele Anwender hektisch zwischen diesen Angeboten, öffnen mehrere Browserfenster oder Tabs und springen unruhig zwischen den Websites hin und her. Die Zeit, die Anwender mit simultan gesehenen Angeboten verbringen, stieg in einem Jahr um 35 Prozent.

Ob die Nutzer an einem Aufmerksamkeitsdefizit leider oder einfach nur gelangweilt sind, weil keines der Angebote für sich allein genügend Unterhaltung bietet, muss noch geklärt werden. Fest steht, dass die mangelnde Konzentration vor allem die Werbeindustrie vor Herausforderungen stellt. Denn wenn sich die Konsumenten schon beim regulären Programm abwenden, schaut die Spots erst recht niemand an. Medienexperten sehen vor allem in Cross-Media-Kampagnen eine Chance,  die Multitasking-Neigung der Konsumenten zum Vorteil zu nutzen. (Jacqueline Pohl)